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Steht vielleicht bald beim AC Mailand an der Seitenlinie: Marco van Basten. © getty

Nach Filippo Galli wird nun Marco van Basten als Wunschkanditat für die Nachfolge von AC Mailand-Trainer Leonardo gehandelt.

Mailand - Der frühere Stürmerstar Marco van Basten soll als Trainer den AC Mailand wieder zu alter Klasse führen.

Das wünscht sich angeblich laut der Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" der mächtige Klubchef und italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der schon vor einigen Tagen verkündet hatte, dass der bisherige Coach Leonardo am Saisonende gehen muss.(DATENCENTER: Serie A)

Von Amsterdam nach Mailand

Der 45 Jahre alte van Basten, einst erfolgreicher Torjäger auch bei Milan, hatte als erste Trainerstation die niederlänische Nationalmannschaft, die er 2004 übernahm und ohne Niederlage zur WM 2006 führte. Dort schied Oranje allerdings im Achtelfinale aus.

Bei der EM 2008 kam die Elftal ins Viertelfinale, danach wechselte van Basten wie bereits zuvor angekündigt zu Ajax Amsterdam. Hier trat er aber nach knapp einem Jahr im Mai 2009 zurück.

Ein alter Bekannter

Den Spieler van Basten, Europameister von 1988, haben Berlusconi und alle Milan-Fans in bester Erinnerung:

1989 und 1990 gewann er mit den Lombarden jeweils die Champions League und den Weltpokal, dreimal wurde er italienischer Meister, zweimal Torschützenkönig der Serie A, dreimal Europas Fußballer des Jahres und einmal Weltfußballer des Jahres.

Galli als Alternative

Als mögliche Alternative für die Leonardo-Nachfolge wird schon seit einiger Zeit der frühere Milan-Abwehrspieler Filippo Galli gehandelt. Der 47-Jährige war bereits Assistent von Leonardos Vorgänger Carlo Ancelotti, bis der vor einem Jahr nach England zum FC Chelsea wechselte.

Ex-Spieler Leonardo schaffte es nicht, an Ancelottis Erfolge anzuknüpfen. In der Meisterschaft reichte es nur zu Platz drei, in der Champions League war im Achtelfinale Manchester United Endstation.

Berlusconi kritisiert Spielweise

Berlusconi hatte zuletzt Leonardo als "dickköpfig" bezeichnet und die Spielweise seiner Profis kritisiert. "Die Mannschaft hat den Ball nicht laufen lassen", sagte er.

Der 73-Jährige scherzte bei dem Treffen in seinem römischen Wohnsitz: "Das Beste wird sein, wenn ich selbst Trainer bei Milan werde."

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