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Diego Milito (v.) erzielte das entscheidende 1:0 für Inter Mailand © getty

Mourinhos Team weist die Roma im Pokal-Endspiel in die Schranken. Sneijder verletzt sich. Beim Verlierer rastet der Star aus.

Rom - Bayern Münchens Champions-League-Finalgegner Inter Mailand hat den ersten Schritt zum ersehnten Triple gemacht, muss aber für das Champions-League-Finale gegen den FC Bayern um den Einsatz eines Leistungsträgers bangen.

Am Mittwochabend holten die "Nerazzurri" zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte den italienischen Pokal. (DATENCENTER: Coppa Italia)

Das Team von Star-Trainer Jose Mourinho setzte sich dank eines Tores des Argentiniers Diego Milito aus der 40. Minute gegen den AS Rom durch, der auch im Rennen um die Meisterschaft letzter Inter-Rivale ist.

Mourinho: "Ich mache mir Sorgen"

Im Pokalfinale verletzet sich allerdings Wesley Sneijder schon kurz nach Spielbeginn am Oberschenkel und wurde in der sechsten Minute ausgewechselt.

"Ich mache mir Sorgen. Wir haben noch drei Spiele vor uns, und ich weiß nicht, wann er zurück sein wird", sagte Inter-Trainer Jose Mourinho.

Das Finale sei ein "schwieriges Spiel", gewesen, "aber wir haben getroffen, als sie gerade stärker wurden. Ich wollte noch ein weiteres Tor, aber wir haben es nicht erzielt. Später hat die Roma dann ein bisschen den Kopf verloren."

Totti sieht Rot

In der 88. Minute brannten Roma-Star Francesco Totti die Sicherungen durch.

Frustriert und ohne jegliche Chance auf den Ball trat der Kapitän Inter-Stürmer Mario Balotelli von hinten in die Beine. Die logische Konsequenz war die Rote Karte.

Mexes Faustschlag ungeahndet

Kurz vor der Pause hätte bereits Tottis Teamkollege Philippe Mexes vom Platz fliegen können.

Einen Faustschlag des Römers gegen Marco Materazzi übersah Schiedsrichter Rizzoli jedoch.

Dafür bekam der zu Boden sinkende Inter-Verteidiger Gelb - wegen "Schauspielerei".

Toni blass und ausgewechselt

Fußball wurde zwischendurch auch noch gespielt:

In der 54. Minute ließen die Römer die Riesenchance zum Ausgleich aus, als Juan nach einem Totto-Freistoß aus sieben Metern über das leere Tor köpfte.

Bayern-Leihgabe Luca Toni konnte keine großen Akzente setzen und wurde in der 63. Minute ausgewechselt. Seine einzige Chance vereitelte Inter-Keeper Julio Cesar.

Besser machte es Milito, der den Ball aus 23 Metern in den Winkel setzte.

Inter nun heiß aufs Triple

Am Ende brachte Inter den knappen Vorsprung sicher ins Ziel.

Sollten die Mailänder auch zum fünften Mal in Folge und zum 18. Mal insgesamt den Scudetto gewinnen, würde zum Titel-Triple nur noch der Champions-League-Triumph am 22. Mai in Madrid gegen die Bayern fehlen.

Auch die Münchner haben in dieser Saison die Chance, drei Titel zu gewinnen. Nach der fast sicheren Meisterschaft treffen sie im Pokalfinale auf Werder Bremen.

Für Inter war es das fünfte Pokalfinale in den vergangenen fünf Jahren. Geholt hatten sie die Trophäe zuletzt allerdings 2006.

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