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Jose Mourinho wurde 2009 zum Trainer des Jahres in Italien gewählt © getty

Moratti würde sich "wundern, wenn Mourinho bleibt" - der spielt auf Zeit. Als Nachfolger wird auch ein Holländer gehandelt.

Mailand - Der mögliche Weggang von Star-Trainer Jose Mourinho belastet die Vorbereitung des italienischen Doublegewinners Inter Mailand auf das Champions-League-Finale gegen Bayern München.

"Es würde mich wundern, wenn er bleibt", sagte Inter-Präsident Massimo Moratti italienischen Medien.

Moratti erwartet eine Trennung nach dem Endspiel gegen den Deutschen Meister und Pokalsieger am Samstag im Estadion Santiago Bernabeu von Madrid.

"Adios Jose", titelte bereits die "Gazzetta dello Sport". Der 47-Jährige wird seit Tagen mit Spaniens Rekordmeister Real Madrid in Verbindung gebracht.

"Prognosen schwierig"

"Es ist schwierig, Prognosen über eine Persönlichkeit wie Mourinho zu machen. Man weiß nie, wie er sich entscheidet", sagte Moratti.

Der Coach hatte zuletzt zwar Gespräche mit dem spanischen Top-Klub bestritten, gleichzeitig aber betont, sich im italienischen Fußball nicht immer wohl zu fühlen.

Pellegrini bei Real vor dem Aus

Bei Real, das trotz einer Rekordinvestition von 250 Millionen Euro in dieser Saison ohne Titel blieb, gilt die Entlassung von Trainer Manuel Pellegrini als beschlossene Sache.

Nach Angaben der römischen Tageszeitung "La Repubblica" lockt Real Mourinho mit einem Dreijahresvertrag und einem jährlichen Gehalt von 15 Millionen Euro.

Zudem seien die Königlichen bereit, Inter sieben Millionen Euro Ablöse zu zahlen.

Mourinho: "Es ist keine Frage des Geldes"

Mourinho bezog nun Stellung.

"Es ist nicht wahr, dass ich Trainer von Real Madrid bin", sagte der Portugiese: "Nach dem Finale möchte ich zwei bis drei Tage, um in Ruhe über meine Zukunft nachzudenken."

Das Ergebnis des Endspiels gegen die Bayern sei für ihn nicht entscheidend, so der 47-Jährige: "Es ist keine Frage des Vertrages oder des Geldes, sondern der persönlichen Zufriedenheit."

"Unser Trainer geht nirgendwo hin"

Inters Spieler hoffen dennoch auf einen Verbleib ihres Erfolgstrainers. "Es wäre schade, wenn er uns verlassen würde. Daran denken wir derzeit nicht einmal", sagte der argentinische Torjäger Diego Milito.

Noch klarer drückte sich Mittelfeldspieler Sulley Muntari aus: "Mourinho ist unser Trainer und er geht nirgendwo hin".

Doch Erdölmagnat Moratti hat offenbar schon mögliche Nachfolger im Kopf.

Zu den aussichtsreichsten Kandidaten sollen angeblich der türkische Nationaltrainer Guus Hiddink sowie Pep Guardiola vom FC Barcelona zählen.

Viele Namen werden genannt

Ob eine Verpflichtung dieser Top-Fußballlehrer allerdings realistisch ist, steht auf einem anderen Blatt.

Auch über Sinisa Mihajlovic von Catania Calcio, der Florentiner Coach Cesare Prandelli sowie Luciano Spalletti von Zenit St. Petersburg wird auf dem Apennin spekuliert.

Inter wird indes schon am Mittwochabend zum Champions-League-Finale nach Madrid reisen, um möglichen Problemen mit der Aschewolke des isländischen Vulkans aus dem Weg zu gehen.

Wie die italienische Sporttageszeitung "Corriere dello Sport" am Dienstag berichtete, habe die UEFA beide Finalisten zu einer frühzeitigen Anreise nach Spanien gedrängt.

Ursprünglich war Inters Abreise am Freitagnachmittag geplant. Die Bayern brechen am Donnerstag in die spanische Hauptstadt auf.

600.000 Euro Prämie für Champions-League-Triumph

Sollte am Samstag gegen den FC Bayern das Triple perfekt gemacht werden, wird es Inter jedenfalls nicht am Geld für einen neuen Starcoach fehlen.

Laut einer Berechnung des "Corriere dello Sport" sollen die Umsätze des lombardischen Spitzenklubs um 100 Millionen Euro steigen.

Für das Triple zahlt der Verein seinen Stars eine Prämie von 600.000 Euro pro Kopf.

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