vergrößernverkleinern
Inter-Stürmer Zlatan Ibrahimovic (h.) im Duell mit AS-Verteidiger Juan © getty

Meister gegen Vizemeister - doch der AS Rom rangiert derzeit nur auf dem 14. Platz. Die Präsidentin macht den Spielern Feuer.

Von Mathias Frohnapfel

München - Der Vizemeister gegen den Meister, AS Rom gegen Inter Mailand - schon bei der Ansetzung haben die Fans in Italien die Spitzenpartie in ihrem Fußball-Kalender dreimal unterstrichen.

Zumal ja die Roma immerhin im Pokalfinale die "Interisti" bezwingen konnte.

Doch wenn am Sonntagabend (ab 20.30 Uhr LIVESCORES) die Partie angepfiffen wird, handelt es sich erst auf den zweiten Blick um das Gipfeltreffen zweier Supermächte des "Calcio".

Roma nur auf Platz 14

Denn die Römer haben in der laufenden Saison die Hälfte ihrer sechs Saisonspiele verloren und rangieren auf dem unrühmlichen 14. Platz. Präsidentin Rosella Sensi hat nach der Champions League-Blamage gegen Cluj (1:2) gar höchstselbst den Spielern eine gehörige Standpauke gehalten.

"Zusammenreißen, Männer", so die Botschaft von Sensi. Die einhellige Meinung in Rom: Der Ausfall von Kapitän Francesco Totti dürfe nicht für sämtliche Defizite im Team verantwortlich gemacht werden.

Eine Sehnenscheidenentzündung hatte Totti bisher gestoppt, gegen Inter könnte er zumindest einen Kurzeinsatz bekommen.

"Spalletti ist unantastbar"

Derweil stellt sich die Präsidentin selbst als Schutzschild vor den Trainer Luciano Spalletti.

"Ein für alle Mal: Spalletti ist absolut unantastbar", sagte sie der "Gazetta dello Sport". "Grundlegend ist, dass jeder, der Teil der Roma ist, das Trikot akzeptiert und wenn jemand diesen Verhalten nicht zeigt, bitte ich ihn, die Gruppe zu verlassen."

Acht Gegentore in sechs Partien, nur ein Sieg - Spaletti mahnt trotz allem zur Besonnenheit. "Wenn es nicht gut läuft, fällt es leichter zu kritisieren, aber das tut der Mannschaft nicht gut. Wir brauchen jetzt mehr Geduld als gewöhnlich."

Spießrutenlauf für Mancini

Derweil reist Inter voller Selbstvertrauen an. Mit 13 Punkten ist das Team von Jose Mourinho standesgemäß in die Serie A gestartet.

Für Mittelfeldmann Amantino Mancini wird die Partie zum Spießrutenlauf. Der Brasilianer wechselte im Sommer für geschätzte 13 Millionen in Italiens Norden. Sein Transfer zum großen Konkurrenten lief nicht ohne Begleitgeräusche ab.

"Ein direkter Titelkonkurrent"

Jetzt sagt Mancini, mittlerweile schon ganz "Interista": "Inter steht in der Tabelle vorn (punktgleich mit Lazio und Udine, d. Red). Aber wir wissen, dass wir am Sonntag auf eine andere große Mannschaft treffen. Die Roma ist ein direkter Titel-Konkurrent", schilderte er Fernsehreportern die Ausgangslage.

Dass ihm Pfiffe und Schmähungen im Olympia-Stadion erwarten, ist Mancini bewusst.

"Da erwartet mich sicher was, aber das gehört nun mal zum Spiel dazu. Wichtig ist, ruhig zu bleiben."

Der 7. Spieltag im Überblick:

AC Mailand - Sampdoria Genua 3:0Tore: 1:0 Ronaldinho (55./FE), 2:0 Ronaldinho (70.), 3:0 Inzaghi (90.)Gelb-Rot: Lucchini (55./Sampdoria}

FC Bologna - Lazio Rom 3:1Tore: 1:0 Volpi (5.), 2:0 Vaio (12.), 3:0 Vaio (26.), 3:1 Rocchi (59.)

Catanio Calcio - US Palermo 2:0Tore: 1:0 Martinez (69.)'Gelb-Rot: Carrozzieri (45./Palermo)

FC Genua - AC Siena 1:0Tor: 1:0 Biava (20.)

FC Turin - Cagliari Calcio 0:1Tor: 0:1 Acquafresca (85.)

US Lecce - Udinese Calcio 2:2Tore: 1:0 Tiribocchi (32.), 2:0 Domizzi (52./ET), 2:1 Sanchez (58.), 2:2 G. d'Agostino (71.)

Chievo Verona - A. Bergamo 1:1Tore: 1:0 Mantovani (45.), 1:1 Pinto (62.)

AS Rom - Inter Mailand -:-Anpfiff: 20.30 Uhr

"Zum Forum - jetzt mitdiskutieren"

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel