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Zweikampfstark und treffsicher: Zlatan Ibrahimovic (l.) im Duell mit Simone Loria © getty

Zlatan Ibrahimovic glückt ein Doppelpack gegen den AS Rom. Inter-Trainer Mourinho steigert sich in Superlative über den Stürmer.

Von Mathias Frohnapfel

München/Rom - Am Ende hatte der Matchwinner sogar ein Trostpflaster für den Gegner.

Zlatan Ibrahimovic sagte: "Auf jeden Fall hat Rom gut gespielt."

Für die Römer mag das nach einer 0:4-Heimniederlage gegen Inter Mailand ein wenig höhnisch geklungen haben.

Doch der Schwede meinte den Respekt vor dem Kontrahenten, der ihm in der vergangenen Saison bis zum letzten Spieltag heftig zusetzte, durchaus ernst.

Denn dass der Meister den Vize derart überrollen konnte, lag in erste Linie an Ibrahimovics schnellem Führungstor.

"Dann hatten wir viel Platz"

"Es war wichtig, ein frühes Tor zu machen. Dann hatten wir viel Platz für unser Spiel".

Gerade einmal fünf Minuten waren vergangen, als der schwedische Starstürmer zum ersten Mal zuschlug.

Gedankenschnell und abgezockt.

Mit seinem zweiten Treffer (47.) besiegelte er dann den Untergang des AS Rom, ehe Dejan Stankovic (54.) und Obinna (56.) den Viererpack perfekt machten.

Mourinho lobt taktische Leistung

Für Jose Mourinho läuft die Saison nahezu perfekt.

Auf den Sieg in Roms Olympiastadion war Inters Trainer doppelt stolz.

Er habe am Sonntagabend die beste Mailänder Leistung unter seinem Kommando gesehen. Das gelte 1) für die Art und Weise wie sich die Mannschaft taktisch klug bewegt habe und 2) für die konzentrierte Arbeitsauffassung seiner Startruppe.

"Ibrahimovic wächst als Spieler und Mensch"

Der Portugiese wirkte geradezu beschwingt, dementsprechend pathetisch fiel sein Lob auf "Ibra-Goal" aus. "Er spielt sehr stark, kann alle Positionen im Angriff einnehmen. Er kann als einzige Spitze spielen, aber auch in einer Formation mit zwei Stürmern. Er wächst ? als Spieler und als Mensch."

Und: "Ibrahimovic spielt für die Mannschaft, arbeitet auch defensiv gut. Und wenn er so auftritt, ist Inter in ihn verliebt."

Spalletti: "Das Ergebnis lügt"

Derweil waren nach dem Debakel gegen Inter alle Vorsätze des Teams von Luciano Spalletti zerschlagen. Das Team rangiert weiter auf Platz 14.

Der Coach kommentierte die Schlappe aufgewühlt im italienischen Fernsehen: "Das Spiel ist durch einige Unaufmerksamkeiten entschieden worden. Das Ergebnis lügt aber."

Der Grund: Die zweikampfstarken Inter-Spieler hätten die Chancen verwertet, die sein Team ausgelassen habe. "Wenn du durch eine schwierige Phase gehst, ist es sehr schwer zu treffen, du hast Angst zu treffen."

Totti als Mutmacher

Mut machte Spalletti indes, dass sein Kapitän Francesco Totti nach seiner Knie-Verletzung wieder 69 Minuten bewährte. Es war sein zweites Saisonspiel nach einem Mini-Einsatz (zwölf Minuten) gegen Reggina Calcio.

Spalletti: "Totti hat - auch unter dem physischen Gesichtspunkt - gut gespielt, Bälle erobert."

Der Leitwolf der Römer selbst reagierte enttäuscht auf die Pleite. Am meisten ängstigt ihn die Tabelle. "Wir hätten nicht gedacht, jetzt in dieser Lage zu sein. Aber wir glauben an unsere Stärken."

Die Mannschaft müsse nun noch enger zusammenrücken und an "nichts anderes denken als an die Ergebnisse".

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