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Leonardo trainierte von März 2009 bis Mai 2010 den AC Milan © getty

Moratti dementiert das Interesse am Brasilianer, soll im Hintergrund aber über die Benitez-Ablöse beraten. Die wäre teuer.

München - Beim italienischen Meister Inter Mailand hat offenbar schon die Suche nach einem Nachfolger für den ungeliebten Trainer Rafael Benitez begonnen.

Nach einem Bericht der Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" laufen bereits Verhandlungen mit dem Brasilianer Leonardo.

Dem 41-Jährigen, der zuletzt Coach beim Rivalen AC Mailand war, soll ein Vertrag bis 2012 angeboten werden.

Inter-Präsident Massimo Moratti dementierte den Bericht. Im Moment sei Benitez immer noch Trainer, zu einem anderen Coach habe er keinen Kontakt aufgenommen, betonte Moratti (DATENCENTER: Serie A).

Trennung soll acht Millionen kosten

Italienische Medien berichteten indes, dass sich der Inter-Boss am Dienstag mit anderen Funktionären des Vereins getroffen habe, um die Kosten einer Trennung von Benitez zu prüfen.

Mindestens acht Millionen Euro müsste Moratti zahlen, um sich von dem 50-jährigen Spanier zu trennen, der die schwierige Nachfolge des Startrainers Jose Mourinho übernommen hatte.

Benitez' Vertrag soll im Falle einer Trennung im ersten Jahr die Zahlung des vollständigen Gehalts vorsehen. Benitez ist an Inter bis 2012 gebunden.

Nach dem Gewinn der Vereins-WM in Abu Dhabi hatte Benitez seinem Unmut Luft gemacht und sich über mangelnde Unterstützung für seine Arbeit beschwert.

Moratti über Benitez' Aussagen verärgert

Zudem hatte der 50-Jährige den Klub wegen fehlender Neuzugänge kritisiert. "Wenn wir weiter gewinnen wollen, müssen wir einkaufen. Ich will die Unterstützung, die mir bisher verwehrt wurde", hatte der Spanier erklärt.

Moratti zeigte sich wenig erfreut über die Forderungen seines Trainers: "Das war nicht der richtige Moment so etwas zu verlangen. Das war unangebracht", erklärte der 65-jährige Inter-Präsident.

Neben Leonardo soll auch Luciano Spalletti, Trainer von Zenit St. Petersburg, als möglicher Benitez Nachfolger in Mailand gehandelt werden.

Zenits Generaldirektor Maxim Mitrofanow dementierte jedoch umgehend: "Spalletti hat uns gesagt, dass er noch mindestens eine weitere Saison bleiben wird."

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