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Mark van Bommel (l.) spielte von 2006 bis 2011 für den FC Bayern © getty

Nach dem Platzverweis bei seiner Liga-Premiere für Milan lässt Italiens Presse kein gutes Haar am Ex-Bayer. Pazzini trifft beim Debüt.

München - Es ist das Albtraum-Debüt für Mark van Bommel in der italienischen Serie A (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Drei Tage nach dem gelungenen Einstand im Pokal hätte der frühere Bayern-Kapitän dem AC Mailand fast einen Bärendienst erwiesen.

Der niederländische Vize-Weltmeister sah beim 2:0 (0:0)-Sieg seines neuen Klubs am Samstag bei Catania Calcio in der 54. Minute nach zwei rustikalen Zweikämpfen die Gelb-Rote Karte.

Am Dienstag war van Bommel aus München nach Mailand gewechselt und hatte tags darauf bereits beim 2:1 im Pokal-Viertelfinale gegen Sampdoria Genua gespielt.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Am Sonntag kassierte der frühere "Aggressiv-Leader" der Bayern prompt die ersten bissigen Kritiken der italienischen Gazetten.

"Van Bommel stiehlt Ambrosini die Hauptrolle in Milans Mittelfeld, er lässt sich aber wie ein Anfänger vom Platz stellen", schrieb "La Repubblica".

Sturmduo rettet Milan

Für den "Corriere dello Sport" beging er "zwei naive Fouls für einen Spieler mit seiner Erfahrung".

Dass die Partie dennoch für Milan ein gutes Ende fand, dafür sorgten die Stürmerstars Robinho und Zlatan Ibrahimovic.

Der Brasilianer brachte schon vier Minuten nach van Bommels Hinausstellung sein Team per Abstauber in Führung.

Auch Merkel in der Kritik

Der Schwede Ibrahimovic machte dann kurz vor Schluss alles klar (85.).

Milan bleibt souveräner Spitzenreiter der Serie A mit 47 Punkten, muss nun im Heimspiel am Mittwoch aber auf van Bommel verzichten.

Kritik gab es auch am deutschen Nachwuchstalent Alexander Merkel.

Zu "unreif"

"Es war nicht Merkels Abend. Der Jungstar bekam eine Gelbe Karte, ging zu viele Risiken ein und machte zu viele Fehler", schrieb "Tuttosport" über den U-19-Nationalspieler, der zuletzt einige starke Auftritte im Mailänder Star-Ensemble hatte.

"Merkel revanchiert sich nicht für das Vertrauen, das Trainer Allegri in ihn setzt. Er zeigt sich unreif in einer Partie, in der hart gekämpft wird", kommentierte "La Repubblica".

"Sich mit Kraft durchzusetzen, ist nicht seine Spezialität", schrieb die "Gazzetta dello Sport".

[kaltura id="0_ice6qivi" class="full_size" title="Gelungener Einstand im Pokal"]

Inter zieht nach

Inter Mailand hat mit einem hart erkämpften 3:2 (0:2)-Heimsieg über US Palermo Platz vier zurückerkämpft.

Vor 58.000 Zuschauern in San Siro geriet der Champions-League-Sieger vor der Pause nach Toren von Fabrizio Miccoli (5.) und Antonio Nocerino (36.) in Rückstand.

Der Tabellen-Siebte, der bei einem Sieg in Mailand an Inter vorbeigezogen wäre, verpasste aber in den zweiten 45 Minuten den Deckel drauf zu machen.

Die größte Chance vergab Javier Pastore, der in der 63. Minute beim Stand von 1:2 per Elfmeter an Inter-Keeper Julio Cesar scheiterte.

Pazzini der Held

So blieb die große Bühne Giampaolo Pazzini vorbehalten.

Der zum zweiten Durchgang eingewechselte Neuzugang von Sampdoria Genua avancierte mit zwei Debüt-Toren (57./63.) zum Matchwinner.

Das entscheidende 3:2 erzielte Samuel Eto'o per Elfmeter 14 Minuten vor dem Ende.

Heimniederlage für Juventus

Juventus Turin steckt derweil weiter in der Krise. Die "Alte Dame" kassierte am Sonntagabend eine bittere 1:2-Heimpleite gegen Udinese Calcio und konnte somit nur eines der letzten sechs Spiele gewinnen.

Die Gäste zogen durch den Erfolg in der Tabelle an Juve vorbei.

Zwar erzielte Claudio Marchisio (60.) die Führung für die Turiner, aber Cristian Zapata (67.) und Alexis Sanchez (85.) drehten die Partie.

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