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Inters Houssine Kharja (r.) erzielte nach Pass von Samuel Eto'o das 1:0 © getty

Inter setzt seine Aufholjagd mit einem klaren Sieg in Bari fort. Weder der Rom noch der Neapel können Milans Patzer nutzen.

Von Isabel Meixner

München - Champions-League-Sieger Inter Mailand hat seine Aufholjagd in der italienischen Meisterschaft weiter fortgesetzt.

Am 23. Spieltag der Serie A setzte sich der kommende Gegner von Bayern München in der Königsklasse mit 3:0 (0:0) beim Tabellenletzten AS Bari durch.

In der 70. Minute erzielte Houssine Kharja nach Doppelpass mit Samuel Eto'o den bis dato schmeichelhaften Führungstreffer für Inter, Giampaolo Pazzini und Wesley Sneijder trafen in der Nachspielzeit zum Endstand.

Der Titelverteidiger verbesserte sich mit nunmehr 41 Punkten auf den dritten Tabellenplatz, sieben Punkte hinter Spitzenreiter AC Mailand.

Allerdings hat die Mannschaft von Trainer Leonardo ein Spiel weniger als Lokalrivale Milan absolviert. Bari bleibt mit 14 Punkten abgeschlagenes Liga-Schlusslicht.

Neapel und Rom patzen

Der SSC Neapel und AS Rom haben derweil die Chance verpasst, Spitzenreiter AC Mailand in der Meisterschaft auf die Pelle zu rücken.

Am Dienstag hatte Milan ohne den gesperrten Mark van Bommel und den Deutschen Alexander Merkel im Spitzenduell mit dem Tabellendritten Lazio Rom beim 0:0 Punkte liegen lassen.

Doch die Roma kam gegen Brescia Calcio nur zu einem 1:1, Neapel kassierte bei Chievo Verona gar eine 0:2-Niederlage.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Borriellos Führung reicht nicht

Von Napolis guter Form der vergangenen Wochen war bei der Niederlage in Verona nichts zu sehen:

Davide Mocardelli schoss Chievo in der 20. Minute in Front, Gennaro Sardo (50.) sorgte mit seinem Tor für die Entscheidung.

Damit liegt Neapel nun fünf Punkte hinter Milan (48 Punkte). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Der Tabellenvierte AS Rom verpasste es beim 1:1, Lokalrivale Lazio von Platz drei zu verdrängen, und liegt mit 39 Punkten weiterhin zwei Zähler zurück.

Zwar brachte Marco Borriello das Team in Führung (59.), doch nur zehn Minuten später glich Brescia durch Eder aus und bescherte ihrem neuen Trainer Guiseppe Iachini damit einen gelungenen Einstand.

Juve sinkt immer tiefer

Rekordmeister Juventus Turin droht dagegen im Tabellen-Niemandsland zu versinken.

Beim1:2 gegen Palermo, einem direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze, kassierte der als Titelanwärter gestartete Traditionsklub die dritte Pflichtspiel-Niederlage in Folge und rangiert mit 13 Punkten Abstand auf Tabellenführer Mailand nur noch auf Rang acht.

Palermo kletterte durch den Erfolg auf Rang sechs (37 Punkte).

"Juve wird zur Furie", schrieb der "Corriere dello Sport".

Doch statt das Spiel seiner Mannschaft zu kritisieren, ging Trainer Luigi Del Neri mit dem Schiedsrichter hart ins Gericht:

"Fühle uns auf den Arm genommen"

"Wir fühlen uns auf den Arm genommen. Morganti gehört aus dem Verkehr gezogen."

Der Grund für den Wutausbruch: Der Unparteiische hatte der Alten Dame in der 34. Minute einen klaren Hand-Elfmeter verweigert.

Allerdings boten die Turiner, die ohne Torjäger Fabio Quagliarella und dem am Außenband verletzten Luca Toni auskommen mussten, eine schwache Leistung:

Im Angriff fehlte die Durchschlagskraft, die Verteidigung stand wackelig.

Neuzugang Alesandro Matri blieb bei seinem Debüt blass.

Buffon unsicher

Selbst der sonst sichere Torhüter Gianluigi Buffon, der wegen eines Bandscheibenvorfalls über ein halbes Jahr fehlte, machte ungewohnte Fehler.

Das nutzten Fabrizio Miccolo (7.) und Giulio Migliaccio (20.) zur Palermo-Führung, Turin gelang lediglich der Anschlusstreffer durch Claudio Marchisio (36.).

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