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Mark van Bommel wechselte in der Winter- pause von Bayern München nach Mailand © getty

Vor dem Topspiel gegen Juventus Turin warnt van Bommel vor dem angeschlagenen Gegner. Merkel gibt sich dagegen selbstbewusst.

Von Philipp Langer

München - Kaum ein Zweiter fiebert dem Duell zwischen Juventus Turin und Spitzenreiter AC Milan (Sa., 20.45 Uhr LIVESCORES) so entgegen wie Mark van Bommel.

"Für mich hat das Spiel einen besonderen Reiz, weil bei Juve mein Freund Salihamidzic spielt", erklärt der 33-Jährige vor dem Topspiel der Serie A gegenüber "Sky".

Van Bommel und Salihamidzic spielten in der Saison 2006/07 gemeinsam beim FC Bayern.

Auf dem Platz wird sich das Duo allerdings nicht wiedersehen. Salihamidzic zog sich beim Training am Dienstag eine Oberschenkelblessur zu.

Van Bommel warnt

Doch auch ohne den persönlichen Aspekt weiß van Bommel um die Bedeutung des Klassikers - zumal er mit Milan einen weiteren großen Schritt Richtung Meisterschaft machen könnte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Es ist immer mit Emotionen verbunden, gegen Juventus zu spielen. Das wird bestimmt kein einfaches Spiel", ist sich van Bommel sicher.

Letzte Rettung Champions League

Kein einfaches Spiel erwartet auch Juve-Trainer Luigi Delneri, der nach den beiden 0:2-Pleiten gegen Lecce und Bologna und Platz sieben in der Liga kurz vor dem Rauswurf steht.

Delneri selbst sieht seinen Job allerdings nicht in Gefahr: "Die Verantwortlichen haben mir ihr Vertrauen zugesichert. Ich mache mir keine Sorgen um meine Zukunft, die Basis mit dem Verein ist gut."

Eine Einschränkung macht der 60-jährige Coach dann aber doch: "Wenn wir nicht um den vierten Platz kämpfen sollten, würde das ein Scheitern bedeuten."

Juve mit Personalproblemen

Bei sieben Zählern Rückstand auf Rang vier droht dieses Szenario aber längst. Eine Niederlage gegen Mailand würde die Lage weiter verschlimmern. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1).

Noch dazu plagen Juve heftige Personalsorgen. Neben Salihamidzic fallen auch Alberto Aquilani und Fabio Grosso mit Oberschenkelverletzungen aus. Simone Pepe ist gesperrt.

Mohamed Sissoko fehlt nach einer Knie-Operation gar für den Rest der Saison.

Van Bommel und Allegri warnen

Van Bommel erwartet dennoch ein schweres Spiel: "Juve erlebt gerade eine schwere Zeit, doch dieses Spiel wird kompliziert für uns, weil alle von einem Milan-Sieg ausgehen." (Highlights der Serie A ab 18 Uhr im TV auf SPORT1)

Auch Milan-Coach Massimiliano Allegri, der mit seinem Team derzeit die Liga dominiert, weiß um die Stärken des Gegners.

"Juve hat Charakter, ist physisch stark und bei Standards sehr gefährlich", erinnert sich Allegri noch gut an die 1:2-Hinspielniederlage.

Grund genug für den 43-jährigen Trainer vor dem Tabellensiebten zu warnen: "Juve ist im Moment angeschlagen und deshalb gefährlich."

"Milan muss niemanden fürchten"

Für Milan-Youngster Alexander Merkel besteht dagegen kein Grund, nicht selbstbewusst nach Turin zu fahren.

"Milan muss niemanden fürchten", betont der 19-jährige Mittelfeldspieler, der sich längst den Respekt seiner Mitspieler erarbeitet hat.

In der Tat ist der Spitzenreiter seit zehn Spielen ungeschlagen und bezwan in der Vorwoche Verfolger Napoli souverän mit 3:0.

Hoffnungsschimmer Matri

Juventus dagegen fehlt "in diesem Jahr bei den Ergebnissen diese Kontinuität", betont Delneri.

"Wir sind eben eine Mannschaft im Aufbau", nimmt der Juve-Coach sein Team, um den ehemaligen Wolfsburger Andrea Barzagli, in Schutz.

Verlassen konnten sich die Turiner zuletzt aber auf Alessandro Matri.

Der in der Winterpause von Cagliari Calcio ausgeliehen Stürmer traf dreimal in fünf Spielen - und hält Juves Hoffnungen auf die Champions-League-Plätze weiter am Leben.

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