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Leonardo ist seit Dezember 2010 Trainer von Inter Mailand © imago

Nach dem Champions-League-Debakel steht Inter unter Druck. Trainer Leonardo erhält trotz seiner Fehler prominente Unterstützung.

München/Mailand - Für Inter-Trainer Leonardo wird die Lüft dünn.

Daher muss am Samstag (ab 18 Uhr im LIVESTREAM) gegen Chievo Verona dringend ein Sieg her.

Denn der Triple-Sieger des letzten Jahres droht nach dem Champions-League-Debakel gegen Schalke, auch seine Chancen in der Serie A zu verspielen.

Fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer AC Milan bedeuten nur noch geringe Chancen im Kampf um die Meisterschaft.

Das neue Ziel ist die direkte Qualifikation für die Königsklasse (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Rückendeckung für den Trainer

Derzeit liegt Inter nur noch auf dem dritten Rang, zwei Zähler hinter dem SSC Napoli.

Dennoch hat Kapitän Javier Zanetti dem stark in die Kritik geratenen Leonardo den Rücken gestärkt.

"Er ist ein richtiger Mann, in jeder Hinsicht ein außergewöhnlicher Typ. Er vertraut uns und wir vertrauen ihm. Ich denke, dass wir mit ihm weitermachen sollten, weil wir gut mit ihm zurechtkommen", wird der Argentinier auf der Internetseite Inters zitiert.

Italienische Medien hatten nach dem 2:5 gegen Schalke berichtet, dass Leonardo bereits seinen Rücktritt angeboten, Klubchef Massimo Moratti ihn aber im Amt gehalten habe.

"Nichts ist unmöglich"

Im Sommer solle Leonardo aber ersetzt werden, hieß es weiter.

Zanetti betonte, dass die öffentliche Kritik das Selbstvertrauen der Mannschaft nicht belaste.

Und er ergänzte, an Moratti gerichtet: "Es gibt gar keinen Grund, das Vertrauen in dieses Team zu verlieren. Wir haben Chancen auf alle Titel und wollen wieder alles gewinnen. In der Champions League wird es schwer, aber wenn wir unser Spiel spielen, ist nichts unmöglich."

"Ich habe keine Angst"

Leonardo selbst berichtete am Freitag von seinem "offenen Verhältnis" zu Moratti.

Er habe ein "ungetrübtes Treffen" mit dem Präsidenten gehabt und die jüngsten Rückschläge gegen Schalke und zuvor im Derby gegen Milan hätten für ihn nichts geändert.

"Ich habe keine Angst vor irgendwas, und ich habe nichts zu verlieren. Mein Verhältnis zu den Spielern ist immer noch gut", ergänzte der Brasilianer.

Leonardo mit taktischen Fehlern

Leonardo geriet stark unter Druck, als er bei der bitteren 0:3-Pleite im Derby gegen den AC Mailand (Spielbericht) auf die falsche Taktik setzte.

Dabei vernachlässigte er das Prunkstück, die Defensive. Ähnliches geschah auch beim Spiel gegen die Schalker.

Sollte die Qualifikation für die Königsklasse ernsthaft in Gefahr geraten, bedeutet dies wohl das sofortige Aus für den Brasilianer.

Kampf um internationale Plätze

Im zweiten Samstagspiel empfängt Udinese Calcio den AS Rom (ab 20.45 Uhr LIVESCORES).

Dabei steht vor allem der Kampf um die internationalen Plätze im Vordergrund.

Während Udinese noch auf dem vierten und damit auf einem Champions-League-Platz steht, muss Rom seinen sechsten Rang verteidigen. Denn nur zwei Zähler hinter Rom rangiert schon Juventus Turin.

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