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Inters Samuel Eto'o (r.) im Duell mit Palermos Ezequiel Munoz © getty

Mit dem Gewinn des Pokals gegen Palermo könnten die Mailänder eine schlechte Saison versöhnlich abschließen. Doch der Gegner brennt.

Von Thorsten Mesch

München - Die italienische Meisterschaft mussten sie ausgerechnet dem Lokalrivalen AC Mailand überlassen. In der Champions League blamierten sie sich gegen Schalke 04 und schieden im Viertelfinale aus.

Nach dem Verlust des Scudetto in der Serie A und der Krone in Europas Königsklasse wollen Inter Mailands "Nerazzurri" im nationalen Pokal wenigsten den letzten Titel des Vorjahres-Triples verteidigen.(DATENCENTER: Coppa Italia)

Im Endspiel um die Coppa Italia gegen US Palermo (So., ab 21 Uhr im LIVESTREAM) geht es für Inter darum, eine durchweg enttäuschende Saison zumindest einigermaßen versöhnlich abzuschließen.

Inter-Präsident Massimo Moratti wünscht besonders seinem Trainer Leonardo den Titel.

"Für Leonardo wäre dieser Titel wichtig. Seitdem er im Verein ist, musste er schnell lernen und sich anpassen, was bei Inter nicht so einfach ist wie bei anderen Vereinen", sagte Moratti vor dem Endspiel.

Leonardo sei in einer schwierigen Situation gekommen und habe "getan, was von ihm erwartet wurde. Und mehr", meinte Moratti und betonte: "Er verdient diesen Pokal."

15. Titel für Inter in sieben Jahren?

Für Inter wäre es der 15. In den vergangenen sieben Jahren, für Leonardo wäre es die erste Trophäe als Coach der "Nerazzurri".

Der Brasilianer, der im Winter als Nachfolger für den Spanier Rafael Benitez zu Inter gekommen war, will eine schwierige Saison mit einem Erfolg abschließen und nach der Sommerpause wieder in allen Wettbewerben angreifen.

"Wir müssen nur einige Bereiche verbessern, um auf allen Ebenen konkurrenzfähig zu sein", glaubt der 42-Jährige, der keine neuen Stars fordert, sondern weitgehend auf den bisherigen Kader setzt. "Der Kern des Teams ist da und ich vertraue ihm?, erklärte er.

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Palermo klarer Außenseiter

Gegen Palermo, das die Serie A auf Platz acht beendete, ist Inter klarer Favorit. Doch Abwehrchef Lucio warnt davor, die Sizilianer zu unterschätzen.

"Wenn wir uns für stärker halten, wird es wie gegen Schalke enden", warnte der ehemalige Bundesligaprofi von Bayer Leverkusen und Bayern München.

"Wir wollen den Sieg, aber es wird ein sehr schwieriges Spiel, denn Palermo ist bestimmt noch zehn Mal heißer auf den Titel", sagte sein Boss Moratti.

Palermo noch ohne Titel

Während Inter den Pokal bisher sechs Mal gewonnen hat, hat Palermo noch nie einen Titel gewonnen und steht zum ersten Mal seit 32 Jahren in einem Endspiel.

Im Halbfinale setzten sich die Insulaner gegen Meister Milan durch, dennoch sieht Präsident Maurizio Zamparini sein Team als Außenseiter.

"Unsere Siegchance beträgt zwar nur 15 Prozent, aber der Pokal wäre das schönste Geschenk für mich", meinte Zamparini, der am 9. Juni seinen 70. Geburtstag feiert.

"Im Endspiel zu stehen ist schon eine große Befriedigung für uns und sogar eine Niederlage wäre für uns wie ein Sieg", so der Klubchef: "Falls wir Inter aber schlagen sollten, wäre es wie der Gewinn des Scudetto für uns."

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