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AS Rom würde die jährliche Nutzungsgebühr für das Olympiastadion sparen © imago

AS Rom und SSC Lazio wollen neue Stadien bauen. Ein ehemaliger Vereins-Boss muss ins Gefängnis, Vieri klagt gegen Inter.

München - Die Römer Vereine AS und SS Lazio planen den Bau neuer Stadien.

Wie die italienische Sporttageszeitung "Corriere dello Sport" berichtet, wollen die Vereine in den kommenden Wochen ihre Entscheidungen über die jeweiligen Gelände treffen.

Lazio und die Roma erwarten durch die Lage ihrer künftigen Arenen an Peripherie der italienischen Hauptstadt, dass bei den Spielen keine Sicherheits- und Verkehrsprobleme mehr wie momentan aufkommen.

Beide Vereine teilen sich momentan das allmählich in die Jahre gekommene "Stadio Olimpico".

Bald ein "Franco-Sensi-Stadion"?

Roms Bürgermeister Gianni Alemanno hofft auf eine Fertigstellung der Bauprojekte in den nächsten drei Jahren.

Der AS Rom hat bereits eine römische Baugesellschaft als Partner für das Projekt gewählt.

Auch ausländische Investoren sollen sich an dem Bau beteiligen. Die Arena soll in Erinnerung an den verstorbenen Roma-Präsidenten "Franco-Sensi-Stadion" heißen.

Einkaufs- und Fitnesszentrum

Das Stadion soll zu einem Treffpunkt für die Römer in der Freizeit werden und Fußball-Fans auch mit Restaurants, Geschäften und Fitnesszentren locken.

Der Klub will sich durch den Neubau auch die jährliche Nutzungsgebühr für das Olympiastadion von zwei Millionen Euro sparen.

100 Millionen Euro Mehreinnahmen

Auch Lazio hegt ehrgeizige Projekte. Das künftige "Stadio delle Aquile" mit 50.000 Plätzen soll an der nördlichen Peripherie Roms entstehen und 500 Millionen Euro kosten.

Ein deutscher Sportbekleidungshersteller soll als Sponsor Lazios das Projekt mitfinanzieren.

Mit dem neuen Stadion erhofft sich Lazio, ebenso wie der AS Rom an der Mailänder Börse notiert, Mehreinnahmen in Höhe von 100 Millionen Euro pro Jahr.

Weitere Splitter aus Italien:

40 Monate Haft für Gori

Wegen betrügerischen Bankrotts des AC Florenz muss der frühere Klub-Besitzer Vittorio Cecchi Gori für drei Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Ein Berufungsgericht in Florenz verschärfte durch dieses Urteil die erstinstanzliche Entscheidung um vier Monate.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Medienunternehmer den Klub 2002 mit Betrug zum Schaden der Gläubiger in den Ruin getrieben hat.

Wegen Finanzbetrugs war Cecchi Gori im vergangenen Juni zum zweiten Mal verhaftet worden. Er musste mehrere Wochen in Untersuchungshaft verbringen. Wegen des Bankrotts von Fiorentina war Cecchi Gori bereits im Jahr 2002 verhaftet worden.

Der AC Florenz war unter dem Schuldenberg zusammengebrochen, den Cecchi Gori verursacht hatte. Der Verein wurde danach vom italienischen Schuhproduzenten Diego Della Valle übernommen.

Vieri klagt gegen Inter

Christian Vieri zieht gegen seinen Ex-Klub Inter Mailand vor Gericht.

Wie die Tageszeitung "Corriere della Sera" am Donnerstag berichtete, verlangt der Stürmer vom italienischen Meister und Tabellenführer 9,25 Millionen Euro Schadenersatz und weitere 12 Millionen Euro von der Telecom Italia.

Jahrelang bespitzelt

Inter hatte eingestanden, Vieri in den vergangenen Jahren bespitzelt zu haben. Vieri behauptet, dass Inter Artikel 27 des Statuts verletzt habe, der Klubs Lauschangriffe und Bespitzelungen der Spieler verbietet.

Die Telefongespräche des ehemaligen italienischen Nationalspielers seien abgehört worden, um dessen Leben außerhalb des Spielfelds auszuspionieren. Das hatte Inter-Chef Massimo Moratti selbst vor den Ermittlern zugegeben.

Vieri wurde mit Hilfe einer Privatdetektei, die Verbindungen zur Telecom Italia hatte, bespitzelt.

Moralische und finanzielle Schäden

Der Lauschangriff habe Vieri moralische und finanzielle Schäden zugefügt. Auch sein Image sei beeinträchtigt worden, daher sei die Forderung nach Schadenersatz vollkommen angebracht, sagte Vieris Rechtsanwalt Danilo Buongiorno.

Nach der Affäre leide Vieri, der in 143 Spielen für Inter 103 Tore erzielte, an Depressionen. Momentan steht er bei Atalanta Bergamo unter Vertrag.

Zenga verlängert bei Catania

Walter Zenga hat seinen Vertrag als Trainer beim Erstligisten Catania Calcio vorzeitig bis 30. Juni 2010 verlängert.

Der frühere italienische Nationaltorwart hatte das Team aus Sizilien Ende der vergangenen Saison übernommen und den Klassenerhalt gesichert. Derzeit belegt Catania den neunten Rang in der Serie A.

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