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Djibril Cisse wechselte im Sommer 2011 von Panathinaikos Athen zu Lazio Rom © getty

Kloses schriller Sturmpartner Cisse ist in der Kritik - bei der 0:1-Niederlage gegen Juventus sitzt der Franzose auf der Bank.

München - Nationalstürmer Miroslav Klose blieb bei der 0:1-Heimniederlage gegen den neuen Tabellenführer Juventus Turin (Bericht) nach seinen bislang starken Leistungen bei Lazio Rom zum ersten Mal in dieser Saison in der italienischen Serie A richtig blass. (DATENCENTER: Serie A)

Kritik aber musste sich vor allem dessen Sturmpartner Djibril Cisse gefallen lassen.

Doch auch Klose bekam nach der Niederlage gegen Juve sein Fett in der italienischen Presse weg.

"Klose verbrachte die Zeit zunächst damit, sich bei den Kollegen über fehlende Zuspiele zu beschweren - womit er nicht ganz falsch lag. Am Ende blieb ein gefährlicher Schuss und wenig mehr zu bilanzieren", schrieb "Gazzetta dello Sport" am Sonntag.

Und "Corriere dello Sport" analysierte am gleichen Tag: "Kloses Klasse zeigte sich nur bei einigen Sprints im Mittelfeld, nicht im Juve-Strafraum. Zum allerersten Mal gelingt dem Deutschen herzlich wenig."

"Wo ist Cisse geblieben?"

Doch schon am Montag war nicht mehr der Deutsche im Fokus, der bis auf diese eine Ausnahme bislang eine starke Saison bei Lazio gespielt hat. "Wo ist Cisse geblieben?", fragte "Corriero dello Sport".

Dabei stellt man sich diese Frage in Italien schon ziemlich lange. Denn seit dem ersten Saisonspiel gegen den AC Mailand, als der 30-Jährige ein Tor beim 2:2 erzielt hatte, war von ihm nicht mehr viel zu sehen.

Cisse ist so etwas wie der Gegenentwurf zu Klose, jemand, der sich inszeniert, äußerlich auffällt. Mit Lederjacke und Brillantringen geschmückt erschien er bei seiner Ankunft in Rom.

Doch passt sein auffälliges Äußeres nicht recht zu seinen biederen Vorstellungen im Lazio-Dress.

Vidal trumpft bei Juve groß auf

Bei den Römern jedenfalls steht er klar im Schatten des Arbeiters Klose. Am Samstag fand sich Cisse auf der Bank von Lazio wieder. "Ich weiß nicht, warum ich draußen bleiben musste. Der Trainer hat mit keine Erklärung geliefert", teilte Cisse am Sonntag via "twitter" mit.

Glänzende Kritiken dagegen bekam der ehemalige Bundesligaspieler Arturo Vidal von Juventus Turin. "Vidal war der gewohnte Motor mit unglaublichem Biss - einer der Besten auf dem Platz", schrieb "Gazzetta dello Sport".

Große Euphorie um Juve

Die Euphorie in Turin um Juventus ist groß. "Gladiatoren! Überragende Juve bei einem großartigen Spektakel in Rom", stand im Turnier Hausblatt "Tuttosport". Die "Alte Dame" giert nach zwei siebten Plätzen in Folge in der Liga wieder nach Erfolgen.

Und die Zeichen scheinen gut zu stehen. Nach elf Spielen und 25 Punkten liegt das Team von Trainer Antonio Conte ganz vorne.

Am Dienstag könnte Juve seine Führung vor Verfolger Udinese Calcio (24 Punkte) im Nachholspiel beim SSC Neapel ausbauen. Und selbst Lazio-Coach Edoardo Reja ist der Ansicht, dass es "das Jahr von Juve ist. Vor allem, weil sie nicht in einem europäischen Wettbewerb sind".

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