vergrößernverkleinern
Edinson Cavani (r.) traf in dieser Saison bereits zehn Mal für Neapel © getty

Vor dem Heimspiel gegen Spitzenreiter Juve geht Neapel auf dem Zahnfleisch. Der Coach hofft auf "besondere Kräfte". Toni schaut zu.

Von Tobias Wiltschek

München - Nach dem letzten Duell gegen Juventus Turin feierte der SSC Neapel den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte.

Mit dem 2:2 bei Juve beendete Napoli die Serie A als Dritter und zog zum ersten Mal in die Champions League ein.

Dass dieser Triumph auch seine Schattenseite hat, bekommen die Süditaliener vor dem erneuten Aufeinandertreffen mit der "Alten Dame" (ab 20.45 Uhr LIVESCORES) zu spüren.

Während sich der italienische Rekordmeister auf die heimischen Aufgaben konzentrieren kann, ist Neapel mittlerweile die Doppelbelastung deutlich anzumerken (DATENCENTER: Serie A).

Juventus Tabellenführer

Die Folge: Juventus führt nach dem 1:0-Sieg über Lazio Rom (Bericht) die Tabelle an, Napoli ist dagegen nach drei sieglosen Liga-Spielen in Folge auf Platz acht abgerutscht, mit schon neun Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter.

"Sie haben ein Spiel in der Woche, auf das sie sich vorbereiten müssen. Wir nicht. Sie rennen 1000 Kilometer in der Stunde", erklärte Neapels Trainer Walter Mazzarri in der "Gazzetta dello Sport" den kleinen, aber feinen Unterschied zwischen den beiden Mannschaften.

"Wir können hohes Tempo gehen"

Beschweren will er sich dennoch nicht: "Trotz aller Müdigkeit glaube ich, dass wir hohes Tempo gehen können, denn ein solches Spiel setzt besondere Kräfte frei."

Ob das aber auch für Gökhan Inler und Edinson Cavani gilt, muss bezweifelt werden. Beide Spieler gehen, wenn überhaupt, angeschlagen in die Parte.

Vor allem auf Cavani ruhen die Hoffnungen der Fans im San Paolo. Der uruguayische Nationalstürmer traf in der Champions League vor einer Woche doppelt beim 2:1-Sieg gegen Manchester City und schoss in der vergangenen Saison den Rivalen aus dem Piemont mit einem Dreierpack im Alleingang ab.

Napoli heimstark

Napolis Heimstärke dürfte auch der Grund dafür sein, dass Juve-Coach Antonio Conte vom "vielleicht schwersten Spiel der Saison" spricht. Außerdem muss der 42-Jährige auf den gesperrten Top-Torjäger Claudio Marchisio verzichten.

Dass er deswegen auf Luca Toni zurückgreift, gilt als ausgeschlossen. Der ehemalige Bayern-Stürmer befindet sich bei Conte schon länger auf dem Abstellgleis und teilt damit das Schicksal von Juve-Ikone Alessandro del Piero.

Wechselgerüchte um Toni

Auch wenn Toni sein Reservistendasein in Turin mit 260.000 Euro im Jahr versüßt wird, ranken sich Wechselgerüchte um den 34-Jährigen.

Neben seinem Ex-Verein Palermo soll zwischenzeitlich auch Neapel an den Diensten des Ex-Nationalspielers interessiert gewesen sein.

Napoli überlegte es sich mittlerweile anders. Schließlich verfügt man mit Cavani, Martin Hamsik und Ezequiel Lavezzi bereits über einen formidablen Sturm, und Tonis Stammplatz wäre wieder die Tribüne.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel