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Macelo Estigarribia (v.) ist von CD Maldonado aus Paraguay an Juventus ausgeliehen © getty

Mit einem späten Doppelpack wahrt der Tabellenführer in Neapel seine weiße Weste. Hooligans attackieren vorher den Gäste-Bus.

Rom - Juventus Turin hat mit einer Energieleistung seine weiße Weste in der Serie A verteidigt

Der italienische Rekordmeister erkämpfte in einem Nachholspiel ein 3:3 (0:2) beim SSC Neapel und bleibt auch nach zwölf Spielen ungeschlagen (DATENCENTER: Serie A).

Ein später Doppelschlag von Marcelo Estigarribia (72.) und Simone Pepe (78.) krönte die Aufholjagd.

"Die Weißschwarzen sind unzerstörbar", verneigte sich die "Gazetta dello Sport".

Doppelschlag schockt Napoli

Im Stadio San Paolo trafen Marek Hamsik (23.) und Goran Pandev (40.) zur Pausenführung für die Hausherren.

Vor dem 1:0 hatte der Slowake Hamsik bereits einen Elfmeter verschossen.

Alessandro Matri (48.) gelang der Anschlusstreffer, doch erneut Pandev (68.) stellte den alten Abstand wieder her, ehe die "alte Dame" innerhalb von sechs Minuten noch zum Ausgleich kam.

"Manch anderer hätte sich bei einem 1:3-Rückstand im Stadion San Paolo aufgegeben. Wir haben Herz bewiesen", lobte Juve-Coach Antonio Conte: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft."

"Töten oder getötet werden"

Der Tabellenführer (26 Punkte) baute damit seinen Vorsprung auf die Verfolger AC Mailand sowie Udinese Calcio (beide 24) auf zwei Punkte aus. Der SSC (17) klettert auf Rang sechs

"In der Pause haben wir uns gesagt: Töten oder getötet werden", bediente sich Torschütze Estigarribia ein martialischen Metapher.

Der ehemalige Bayern-Stürmer Luca Toni kam nicht zum Einsatz, während Vereinslegende Alessandro Del Piero erst in der Schlussminute eingewechselt wurde.

Hooligans greifen Bus an

Die Begegnung war am 6. November wegen der Überschwemmungen abgesagt worden.

Vor der Partie hatte Juventus bereits einen Schreckensmoment zu überstehen.

Der Mannschaftsbus wurde von Hooligans angegriffen. Die Angreifer warfen mit Steinen und Eiern. Zudem versuchten sie, die Scheiben einzuschlagen. Die Spieler blieben unverletzt.

Berlusconi meldet sich zurück

Derweil plant ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi eine Rückkehr als Milan-Boss.

Er werde als Präsident des Klubs "sehr bald" zurück sein, sagte er und fügte hinzu: "Ich bin der Präsident, der die meisten Titel im Fußball gewonnen hat."

Erst vor wenigen Wochen war der 75-Jährige wegen des massiven Drucks der Finanzmärkte und der Fluchtbewegungen aus seiner Regierungspartei zurückgetreten.

Berlusconi kaufte Milan 1986 und holte mit dem Verein insgesamt 28 Titel.

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