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In der Liga verloren Zlatan Ibrahimovic (l.) und der AC Mailand bei Juve mit 0:2 © getty

Die Turiner sind heiß auf den Pokal-Knaller gegen den AC Mailand. Milan macht dagegen die Rückkehr von Ibrahimovic Mut.

Von Christoph Lother

München - Es ist ein echter Klassiker und in Anbetracht der momentanen Tabellensituation das absolute Spitzenspiel in Italien.

Der noch ungeschlagene Spitzenreiter der Serie A, Juventus Turin, gastiert im Halbfinal-Hinspiel der Coppa Italia (ab 20.45 Uhr LIVESCORES u. 22.35 Uhr im TV auf SPORT1+) beim Tabellenzweiten AC Mailand.

In der Liga trennt die beiden Teams gerade mal ein Pünktchen und dementsprechend erwartet Juve-Trainer Antonio Conte am Abend ein Duell "auf Augenhöhe". (DATENCENTER: Serie A)

"Müssen alles abrufen"

Conte, dessen Turiner sich im Viertelfinale mit 3:0 gegen den AS Rom durchsetzten, begegnet den "Rossoneri" mit großem Respekt. (DATENCENTER: Coppa Italia)

"Wir müssen diese Partie richtig angehen. Ich denke, sowohl wir, als auch der AC Mailand wollen unbedingt das Finale erreichen und deshalb müssen wir in beiden Spielen alles abrufen, was wir haben", sagte der 42-Jährige.

Storari statt Buffon im Tor?

Umso erstaunlicher ist es, dass beim Pokalschlager im Giuseppe-Meazza-Stadion Juves Ersatztorhüter Marco Storari den Vorzug gegenüber der etatmäßigen Nummer eins, Gianluigi Buffon, erhalten könnte.

Zumindest will sich Conte diese Option offen halten: "Die Coppa Italia ist Storaris Wettbewerb, daran besteht kein Zweifel. Ich würde sein professionelles Verhalten gerne belohnen. Er ist ein großartiger Torwart und würde gerne spielen, aber er leistet seinen Beitrag so oder so, ob auf oder neben dem Platz."

Drei Neue hoffen auf die Startelf

Storari hatte schon in der Runde zuvor gegen Rom das Turiner Tor gehütet, in den zurückliegenden Liga-Spielen präsentierte sich allerdings Stammkeeper Buffon wieder in glänzender Verfassung.

Auf einen Platz in der Startelf der "Alten Dame" dürfen auch die Neuzugänge Martin Caceres, Simone Paduin und Marco Borriello hoffen.

"Sie wurden verpflichtet, um unseren Kader zu verstärken und zwar nicht nur als Ergänzungsspieler, sondern als ernsthafte Alternativen", erklärte Conte.

Letzter Pokalsieg vor 17 Jahren

Mit den "Bianconeri" winkt ihm als Trainer der ganz große Erfolg: Am Saisonende könnte das Double stehen.

Die Turiner gewannen 1995 zum neunten und bis dato letzten Mal den Titel. Im Finale standen sie zuletzt vor acht Jahren.

"Ich kann nicht abstreiten, dass ich lieber gegen einen schwächeren Gegner gespielt und somit eine größere Chance auf das Weiterkommen gehabt hätte", zeigt sich Conte überraschend vorsichtig.

Kleines Formtief bei Milan

Unterdessen ist auch beim fünfmaligen Pokalsieger AC Mailand Vorsicht angesagt.

Zwar liegt das Team von Massimiliano Allegri immer noch auf Kurs und ist nach wie vor in allen drei Wettbewerben vertreten, in der Liga stimmten die Ergebnisse zuletzt aber nicht mehr.

Der 0:2-Niederlage bei Lazio Rom folgte am Sonntag ein torloses Unentschieden gegen den SSC Neapel.

"Machen eine schwierige Phase durch"

Zudem kassierte Torjäger Zlatan Ibrahimovic für seine Ohrfeige gegen Neapels Salvatore Aronica die Rote Karte, die drei Spiele Sperre und einiges an Unruhe bei den "Rossoneri" zur Folge hatte.

Im Gegensatz zum Gelb-gesperrten Antonio Nocerino steht Mailands schwedischer Superstar aber wenigstens im Pokalhit gegen Juve zur Verfügung.

Für großen Optimismus sorgte das bei Milan-Coach Allegri jedoch nicht: "Wir müssen versuchen, positiv zu bleiben, durchzuhalten und gut ins Spiel zu kommen. Wir machen derzeit eine schwierige Phase durch, aber es ist keine Krise. Am Sonntag schien alles verloren, aber es ist noch nichts passiert."

Noch nicht.

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