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Mannini (r.) und Possanzini (3.v.r.) feiern ein Tor von Brescia Calcio © imago

In Italien beginnen die Spiele mit Verspätung, Metzelder muss aussetzen, Ronaldos Vergnügungstour bringt Ärger. Internationale Splitter.

München - Italiens Fußballer rebellieren gegen die Doping-Sperren gegen die Profis Daniele Mannini und Davide Possanzini.

Alle Spiele der ersten und zweiten italienischen Liga werden an diesem Wochenende mit 15 Minuten Verspätung beginnen. Die Aktion beschloss die Spielergewerkschaft AIC am Freitag.

Die Profis protestieren damit gegen die vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne verhängten einjährigen Dopingsperren für Mannini und Possanzini.

"Ungerechtigkeit ohnegleichen"

Die beiden Spieler, die 2007 beim italienischen Zweitligisten Brescia Calcio unter Vertrag standen, hatten sich nach dem Spiel gegen Chievo Verona im Dezember 2007 erst mit Verzögerung einem Doping-Test unterzogen.

"Dieses Urteil ist unangemessen und übertrieben", kritisierte Italiens Liga-Präsident Antonio Matarrese. FIGC-Präsident Giancarlo Abete zeigte sich über das CAS-Urteil "erstaunt und verbittert".

Auch Manninis jetziger Klub SSC Neapel protestiert gegen das Urteil und bezeichnete es als "Ungerechtigkeit ohnegleichen".

Sport1.de hat weitere internationale News:

Metzelder muss passen

Der deutsche Nationalspieler Christoph Metzelder steht dem spanischen Rekordmeister Real Madrid am Samstag im Punktspiel bei CD Numancia (ab 22 Uhr LIVESCORES) nicht zur Verfügung.

Metzelder werde wegen Rückenbeschwerden nicht in den Kader aufgenommen, teilte der Klub am Freitag mit.

Trainer Juande Ramos muss zudem auf Mittelfeldspieler Guti und Ersatztorhüter Jerzy Dudek verzichten. Beide Spieler leiden weiter an Muskelverletzungen.

Royston Drenthe, der zuletzt von den eigenen Fans ausgepfiffen worden war, steht vorerst ebenfalls nicht mehr im Kader.

Ronaldo in Erklärungsnot

Die Ruhe in der Heimat dauerte für Ronaldo nur wenige Wochen, denn die nächtliche Vergnügungstour am vergangenen Freitag hat für den Stürmer des Erstligisten Corinthians Sao Paulo wohl ein Nachspiel.

Am Donnerstag veröffentlichte Bilder lassen den Schluss zu, dass der Familienvater im Schummerlicht der Disco zwei Frauen geküsst habe. Zudem tauchten Gerüchte über ausstehende Gehaltszahlungen an den WM-Rekordtorschützen auf.

Über sein Pressebüro erklärte der Brasilianer zunächst, dass er zu seinem Privatleben keine Stellung nehme.

Dann musste der Weltmeister von 1994 und 2002 doch Berichte dementieren, dass seine Freundin Bia Anthony, die Heiligabend die gemeinsame Tochter Maria Sofia zur Welt gebracht hatte, sich wegen der erneuten Eskapade von ihm getrennt habe. Das Paar hatte schon nach der Transvestiten-Affäre im April 2008 eine Krise durchlebt.

"Kein Problem mit Corinthians"

Zudem soll Ronaldos Berater Corinthians laut Medienberichten wegen ausstehender Gehaltszahlungen aufgesucht haben.

Es geht dabei um umgerechnet rund 68.000 Euro für den Zeitraum vom 12. Dezember - dem Tag der Vertragungsunterschrift - bis zum 26. Dezember, als Ronaldo erstmals zum Training antrat.

Dem widersprach der 32-Jährige und erklärte: "Die verspätete Zahlung existiert nicht, und es gibt auch kein anderes Problem zwischen mir und Corinthians."

Comeback im März?

Nach seiner schweren Knieverletzung im Februar 2008 arbeitet Ronaldo derzeit am Comeback.

Laut Corinthians-Trainer Mano Menezes könnte sein Star Mitte Februar ohne Einschränkungen an allen Trainingseinheiten teilnehmen. Menezes hofft, Ronaldo erstmals am 6. oder 10. März in der regionalen Paulista-Meisterschaft einsetzen zu können.

Ferguson wird Olympia-Auswahl nicht trainieren

Sir Alex Ferguson wird ein mögliches gemeinsames britisches Team bei den Olympischen Spielen 2012 in London nicht betreuen.

"Nein. Ich werde nicht international tätig werden", sagte der schottische Teammanager von Manchester United dem Vereins-Magazin "Inside United". "Wenn ich Manchester verlasse, benötige ich eine Pause."

Er sei nicht sicher, ob es eine gemeinsame Mannschaft geben werde, zudem spreche gegen ein Engagement, dass er 2012 seinen 70. Geburtstag erlebe. `Ich bin jetzt 67, ich werde mich nun zu nichts verpflichten, was in vier Jahren passiert."

Die Verbände von Nordirland, Schottland und Wales sprechen sich bislang gegen die Initiative des Premierministers Gordon Brown und des Olympia-OK unter Leitung von Lord Sebastian Coe ausgesprochen.

Storck Cheftrainer in Kasachstan

Der ehemalige Bundesliga-Profi Bernd Storck vom Interimstrainer zum Chefcoach der Nationalmannschaft Kasachstans aufgerückt. Dies gab der Verband Kasachstans am Freitag bekannt.

Storck, der im Juli 2008 die U-21-Auswahl der früheren Sowjetrepublik übernommen hatte, war nach der Entlassung des Niederländers Arno Pijpers im September vergangenen Jahres zum Interimstrainer ernannt worden.

Der 46-Jährige erhält einen Einjahresvertrag mit Option auf weitere zwei Jahre. Parallel trainierte er bislang den kasachischen Pokalsieger FK Almaty.

Sein Debüt auf der Bank der Kasachen gab Storck im Wembleystadion am 11. Oktober 2008 in der WM-Qualifikation gegen England (1:5).

In der Europa-Gruppe 6 der Qualifikation zur WM 2010 in Südafrika liegt Kasachstan abgeschlagen auf Rang fünf. Nach vier Spielen haben die Kasachen einen Sieg gegen Schlusslicht Andorra (3:0) vorzuweisen.

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