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David Beckham erzielte in neun Spielen zwei Tore für den AC Mailand © getty

Der AC Mailand und Beckhams Klub Los Angeles Galaxy haben sich auf eine Verlängerung des Leihvertrages bis Saisonende geeinigt.

Mailand - Das wochenlange Tauziehen um David Beckham scheint beendet.

Obwohl eine offizielle Bestätigung noch aussteht, deutet alles darauf hin, dass der englische Nationalspieler die Saison mit dem 17-maligen italienischen Meister AC Mailand beenden wird.

Beckhams Klub Los Angeles Galaxy und Milan haben sich nach Berichten der "BBC" und der Tageszeitung "Corriere della Sera" auf eine Verlängerung des Leihvertrages bis zum 30. Juni geeinigt.

"Es gibt keine Neuigkeiten. Aber ich bin etwas optimistischer, weil wir Fortschritte machen. Mit kleinen Korrekturen hier und da am Vertragswerk gehen die Dinge zwischen uns und Galaxy voran. Wir sind auf dem richtigen Weg", erklärte Milans Vizepräsident Adriano Galliani, der eine Entscheidung schon am Freitag oder in den folgenden Tagen andeutete.

Ab Sommer bei Galaxy

Die Medien in Italien waren mit ihren Details da schon weiter. Die offenbar nun erfolgte Einigung sieht laut "Corriere della Sera" vor, dass der 33-Jährige im Sommer nach Kalifornien zurückkehrt und die Spielzeit in der MLS beendet.

Danach solle "Becks" zum 1. Januar 2010 dann endgültig zu Milan wechseln. "BBC" berichtete von einer Rückkehr bereits zum November.

Weniger Gehalt

Beckham soll für die Rückkehr nach Europa sogar auf Gehalt verzichten, denn nur ein Verbleib in der Serie A mit entsprechender Spielpraxis auf höchster Ebene würde ihm ein Platz im englischen Nationalteam und die WM-Endrunde 2010 in Südafrika bescheren.

Es wäre die vierte WM-Teilnahme nach 1998, 2002 und 2006 für Beckham.

So soll er sogar auf die Hälfte seines Gehalts verzichten. Dabei handelt es sich Schätzungen zufolge um zwei Millionen Euro, die der AC Mailand dann auf das Gebot für einen Transfer des Mittelfeldstars in die Lombardei draufschlagen könnte.

Erstes Angebot "lächerlich"

Bisher hatte Mailand Galaxy drei Millionen Dollar als Transfersumme geboten, die Kalifornier sollen aber 12 Millionen Euro gefordert haben.

Beckham hatte 2007 einen Fünfjahresvertrag bei Galaxy unterschrieben, der mit einem Gesamtgehalt von geschätzten 250 Millionen Dollar dotiert ist.

Galaxy-Chef Tim Leiweke hatte im Zuge der Verhandlungen ein erstes Angebot des siebenmaligen Europapokalsiegers als "lächerlich" zurückgewiesen.

"Milan begreift nicht"

Dieses habe nicht einmal den finanziellen Ausfall wegen des fehlenden Verkaufs der Trikots gedeckt.

"Milan begreift nicht, dass hinter dieser Geschichte Fans stecken, die mit dem Verzicht auf das Abonnement drohen, TV-Sender, die die zu sendenden Spiele planen müssen, Sponsoren, die Entschädigungen verlangen, und Mannschaften, die wissen wollen, ob Galaxy mit oder ohne Beckham spielen wird. Man darf nicht vergessen, dass bei uns der Markt blockiert ist. Mit wem ersetzen wir David, wenn er nicht zurückkehrt?", hatte Leiweke damals erklärt.

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