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Gomez wechselte im Sommer vom FC Bayern nach Florenz © getty

Der gegnerische Keeper fällt auf den Nationalspieler. Gomez wird mit der Trage vom Feld gebracht, die Diagnose ist ernüchternd.

Rom - Schock für Mario Gomez: Der deutsche Nationalspieler vom italienischen Erstligisten AC Florenz fällt wegen eines Innenbandteilrisses und einer Zerrung im rechten Knie zwei Monate aus.

Das gab die Fiorentina am Sonntag bekannt.

Der 28-Jährige war beim 1:1 (0:0) gegen Cagliari Calcio in der 52. Minute beim Stande von 0:0 mit der schweren Blessur ausgewechselt worden.

Damit fehlt der ehemalige Münchner für die WM-Qualifikationsspiele gegen Irland (11. Oktober) und in Schweden (15. Oktober). Weitere ärztliche Untersuchungen seien geplant, teilte Florenz mit.

In WM-Quali außen vor

Gomez hatte zuletzt bei den WM-Qualifikationsspielen der deutschen Nationalmannschaft gegen Österreich und auf den Färöern keine Minute gespielt.

Der Angreifer war bei einer Torchance mit dem gegnerischen Torwart zusammengeprallt.

Schon die ersten Bilder der Szene ließen erahnen, dass sich der ehemalige Stuttgarter schwer verletzt haben dürfte. (DATENCENTER: Serie A)

Liebling der Tifosi

Zwei Stunden später herrschte Klarheit.

Florenz verlor nicht nur zwei wichtige Punkte gegen Cagliari, sondern vor allem Gomez, der schon bei seiner Vorstellung beim Klub aus der Toskana zum Publikumsliebling aufgestiegen war.

Dabei wollte der Ex-Bayern-Star bei der Fiorentina wieder angreifen, wo er zuletzt wegen eines Doppelpacks in der Serie A von den Tifosi groß gefeiert wurde.

Konkurrent Klose obenauf

Hinter ihm lag eine enttäuschende Woche bei der Nationalmannschaft, ohne Einsatzminute in der WM-Qualifikation gegen Österreich und die Färöer.

Zusammen mit dem Dortmunder Mats Hummels, der ebenfalls beide Spiele zuschauen musste, wurde Gomez als großer Verlierer gesehen.

Gomez-Konkurrenz Miroslav Klose von Lazio Rom festigte derweil seine Position als Stürmer Nummer eins, gegen Österreich erzielte dieser seinen 68. Länderspieltreffer und zog in der ewigen Torjägerliste mit "Bomber" Gerd Müller gleich.

Keine Perspektive unter Pep

Auf seinen großen Durchbruch in der Nationalmannschaft wartet Gomez trotz seiner 25 Tore in 59 Länderspielen.

Dabei war er im Sommer für knapp 20 Millionen Euro vom FC Bayern nach Italien gewechselt, um dort mehr Spielpraxis zu erhalten und dadurch sein Standing in der Nationalmannschaft zu verbessern.

Die Bayern hatte der Ex-Stuttgarter verlassen, weil er angesichts der Konkurrenzsituation unter dem neuen Trainer Pep Guardiola keine Perspektive mehr gesehen hatte.

Mit Schmerzen am Boden

In Florenz wagte Gomez einen Neuanfang, wurde am Sonntag gegen Cagliari allerdings jäh gestoppt.

Der Mittelstürmer wälzte sich vor Schmerzen auf dem Boden, musste gestützt werden, als er den Platz verließ.

Trainer Vincenzo Montella wechselte den verletzten Gomez aus und brachte dafür den Ukrainer Alexander Jakowenko.

Rückschlag im Titelkampf

Das Führungstor für die Hausherren erzielte der Spanier Borja Valero per Kopf (72.). Für die Gäste traf Mauricio Pinilila (90.) ebenfalls per Kopf.

Die Vorarbeit leistete Victor Ibarbo. In der Nachspielzeit flog der Florentiner David Pizarro vom Platz.

Durch das Unentschieden büßte die Fiorentina Boden auf Tabellenführer SSC Neapel (9 Punkte) ein. Der Gomez-Klub weist wie Inter Mailand sowie Titelverteidiger und Rekordmeister Juventus Turin sieben Zähler auf.

Klose glücklos, aber siegreich

Miroslav Klose ging zwar leer aus, aber Lazio Rom feierte trotzdem einen 3:0 (3:0)-Erfolg gegen Chievo Verona.

Antonio Candreva (8.), Luis Cavanda (39.) und Senad Lulic (42.) trafen für die Römer, die zum zweiten Saisonsieg kamen.

Klose spielte 90 Minuten durch. Lazio weist jetzt sechs Punkte auf und machte einen Sprung in der Tabelle.

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