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Francesco Totti spielt seit 1992 für die Profi-Elf von AS Rom © getty

Francesco Totti will mit AS Rom unbedingt im Stadtderby gegen Lazio siegen. Die Plätze in der Königklasse sind in Reichweite.

Von Mathias Frohnapfel

München - Etwas mehr Glück in der Elfmeter-Lotterie und der AS Rom wäre als einziger Klub italienischer Klubs ins Viertelfinale der Champions League eingezogen.

Doch die "Giallorossi" scheiterten, Arsenal siegte mit 7:6 denkbar knapp.

Schon deshalb setzt das Team von Trainer Luciano Spalletti alles daran, um einen Platz für die Champions-League-Qualifikation zu erobern.

Aktuell sind die Römer als Tabellensechster jedoch fünf Punkte vom Platz vier entfernt. Im Derby gegen den Stadrivalen Lazio Rom soll am Samstag (ab 15 Uhr LIVESCORES) unbedingt ein Dreier her. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Totti mit Derbyrekord

Für Francesco Totti ist ein Sieg gegen die "Biancocelesti" sowieso Ehrensache.

Der 32-Jährige bestreitet sein 32. Derby - eine Rekordmarke. Und ans Aufhören denkt der Kapitän der Roma ganz und gar nicht.

Stattdessen hat Totti nach überstandenden Knieproblemen kernige Worte für seine Kritiker. "Ich sage das allen, die behauptet haben, ich wäre am Ende: 'Mir geht es gut und ich habe noch viel zu geben'."

Der neue Vertrag für Totti soll voraussichtlich bis 2014 gelten, Totti wäre dann 37.

Gegen Bologna am vergangenen Wochenende traf der Roma-Kapitän zweimal vom Elfmeterpunkt, sicherte seiner Mannschaft cool den 2:1-Sieg.

Derweil verlor Lazio 0:2 gegen AC Siena und rutschte noch tiefer in die Mittelmäßigkeit der Tabelle. Dabei waren die "Laziali" glänzend in die Saison gestartet, hatten zwischenzeitlich sogar Platz 1 erobert.

De Rossi warnt vor Lazio

"Ich traue den Mannschaften nicht, die in Schwierigkeiten scheinen", sagte AS-Mittelfeldmann Daniel de Rossi zur schlechten Verfassung des Rivalen. "Lazio befindet sich quasi in der gleichen Situation wie wir beim Hinspiel. Sie werden alles dafür tun, um eine kompakte Einheit zu bilden."

Das erste Stadtderby dieser Saison entschied die Roma 1:0 für sich, auch das dürfte den Neuntplatzierten Lazio anstacheln. Zumal es in dieser Woche einen flammenden Appell von Präsident Claudio Lotito gab.

"Lazio muss sofort reagieren. Ostern ist die Zeit der Auferstehung und schon im Derby will ich einen Veränderungen sehen", sagte er dem Radiosender "Kiss Kiss".

Aus Sicht des Präsidenten ist Lazios Schwächephase vor allem eine Kopfsache. "Diese Mannschaft hat die Möglichkeit mit allen Teams mitzuhalten. Es ist eine Frage des Willens."

Auf der Gegenseite macht man sich derweil Gedanken darüber, ob in diesen Tagen angesichts des Erdbebens in den Abruzzen überhaupt Fußball gespielt werden sollte.

Fußball nach dem Erdbeben

De Rossi meint, eine Aussetzung des Spielplans aus Respekt vor den mehr als 270 Opfern wäre eine mögliche Geste gewesen. "Es ist fast surreal", sagte er der "Gazzetta dello Sport", "da gibt es zerstörte Dörfer und Städte. Über Fußball zu sprechen erscheint da sehr schwierig."

Der Norweger Johan Arne Riise, Abwehrspezialist der Roma, drückte es so aus: "Ich hoffe, dass die Partie auch für die Menschen in den Abbruzzen gespielt wird und wir an sie denken, in diesem schwierigen Moment."

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