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Der Portugiese Jose Mourinho trainiert Inter Mailand seit 2008 © getty

Jose Mourinho, Trainer von Inter Mailand, wettert nach dem Pokal-Aus gegen Sampdoria Genua gegen den Schiedsrichter und Gegner.

Mailand - Trainer Jose Mourinho hat sich nach dem Pokal-Aus mit Italiens Meister Inter Mailand (Sampdoria kegelt Inter raus) einmal mehr als schlechter Verlierer gezeigt und Gegner Sampdoria Genua sowie Schiedsrichter Daniele Orsato heftig attackiert.

"Nur mit Hilfe von Anti-Fußball, Unfairness, Zeitschinderei und dem Schiedsrichters ist Genua ins Finale eingezogen. Der Referee hat grundsätzlich gegen uns gepfiffen", sagte der Portugiese nach dem Halbfinal-K.o. gegen Sampdoria Genua, das im Endspiel der Coppa Italia am 13. Mai auf Lazio Rom trifft.

Lazio hatte im Halbfinale überraschend Rekordmeister Juventus Turin ausgeschaltet (Lazio schaltet Juve aus).

Nur noch ein Titel möglich

Inter gewann am Donnerstagabend zwar das Rückspiel gegen Genua mit 1:0 (1:0), konnte das 0:3 aus dem Hinspiel damit aber nicht mehr drehen.

"Inter verpasst das Wunder", titelte die Sporttageszeitung "Tuttosport".

"Corriere dello Sport" schrieb: "Für Inter endet der nächste Traum", nachdem die Mailänder bereits in der Champions League im Achtelfinale an Manchester United gescheitert waren.

Schlechte Verlierer?

Das Tor des schwedischen Stürmerstars Zlatan Ibrahimovic (27.) war für Inter zu wenig.

Mailands Weltmeister Marco Materazzi sah in der Nachspielzeit zudem die Gelb-Rote Karte.

Auch diese Entscheidung brachte die Inter-Verantwortlichen auf die Palme. "Nicht jeder auf dem Platz war auf dem Niveau der 22 Spieler", sagte Inter-Boss Massimo Moratti zur Leistung des Unparteiischen.

Mazzarri bleibt gelassen

Sampdoria-Coach Walter Mazzarri ließ sich von Moratti und Mourinho allerdings nicht provozieren und war stolz auf den Final-Einzug seines Teams.

"Wir waren wie schon im Hinspiel die bessere Mannschaft", sagte Mazzarri und nahm zudem Referee Orsato in Schutz: "Mourinho sieht Fouls, wenn er sie sehen will."

Meisterschaft so gut wie sicher

Nach den verpassten Titelgewinnen in der Königsklasse und im Pokal hat Inter aber zumindest die Meisterschaft so gut wie sicher.

Die Lombarden führen die Serie A sechs Spieltage vor Saisonende mit zehn Punkten vor Erzrivale AC Mailand souverän an (Inter vergibt Vorentscheidung, Inzaghi trifft dreifach).

"Ich will den Scudetto nach San Siro bringen, das haben unsere Fans verdient. Wir brauchen nur noch acht oder neun Punkte, und einen plötzlichen Einbruch muss eine Mannschaft mit so einem Teamgeist ohnehin nicht fürchten", sagte Mourinho.

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