Wegen Verwicklung in die Dopingaffäre um Weltmeister Fabio Cannavaro hat das Anti-Doping-Gericht des italienischen Olympia-Komitees die Ärzte Bartolomeo Goitre und Luca Stefanini von Rekordmeister Juventus Turin für zwei Monate gesperrt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Mediziner für den Verzug einer nicht rechtzeitig eingegangenen Ausnahmegenehmigung für den Juve-Verteidiger zur Einnahme eines auf der Dopingliste stehenden Antiallergikums verantwortlich zu machen sind.

Der Klub legte am Abend vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS umgehend Einspruch gegen das Urteil ein. Cannavaro war bei einer Dopingkontrolle am 28. August positiv auf Cortison getestet worden.

Die Substanz war nach Juventus-Angaben in einem Antiallergikum enthalten, das Italiens Nationalmannschafts-Kapitän als Notfallpräparat nach einem Bienenstich verabreicht werden musste.

Die Juve-Ärzte hatten den Anti-Doping-Staatsanwälten die Einnahme des Pharmamittels aus Notstandsgründen gemeldet, die Ausnahmegenehmigung lag jedoch nicht rechtzeitig zur Kontrolle vor.

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