Die Chaostage beim italienischen Traditionsklub AC Florenz gehen weiter. Klubbesitzer Diego Della Valle trat von seinem Amt als Ehrenpräsident des ehemaligen Europapokalsiegers zurück. Als Begründung führte Della Valle an, dass die Klubführung zu oft wegen ihrer Strategie kritisiert worden sei.

"Ich habe stets die Werte und die Würde des Vereins verteidigt", teilte Della Valle mit und erklärte, die Kritik habe die Grenze des Erträglichen überschritten. In einem Schreiben warf er darüber hinaus nicht näher genannten Kreisen vor, einen Graben zwischen den Fans und der Führung des Vereins ausgehoben zu haben. Schon im September des vergangenen Jahres hatte bereits sein Bruder Andrea Della Valle das Amt des Klub-Präsidenten aufgegeben.

Medienberichten zufolge will Diego Della Valle nun den zweimaligen Meister verkaufen. Er sei wegen der Kritik der Fans an seiner Transferpolitik verärgert und mit dem sportlichen Abschneiden des Klubs unzufrieden. Die Fiorentina belegt nach 31 Spieltagen mit 44 Punkten nur den achten Platz in der Serie A. Außerdem wolle sich der Schuhproduzent mit seinem Bruder stärker dem Familienunternehmen widmen. Der frühere Klub von Stefan Effenberg und Luca Toni sei schlicht zu teuer.

Der 57-jährige Della Valle hatte Florenz mit der Unterstützung seines Bruders 2002 übernommen. Unter seiner Leitung war der Verein von der dritten in die erste Liga aufgestiegen. Zweimal schaffte Florenz zudem die Qualifikation für die Champions League.

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