Der italienische Rekordmeister Juventus Turin verlangt den Meisterschaftstitel zurück, der dem Renommierklub 2006 wegen seiner Verwicklung in den Manipulationsskandal aberkannt worden war.

In einem Appell an Italiens Fußballverbands FIGC, der kommende Woche über die Eröffnung eines neuen Verfahrens wegen des Manipulationsskandals vor vier Jahren entscheiden muss, forderte der Turiner Verein eine faire und gleiche Behandlung aller in der Affäre verwickelten Klubs.

"Die Justiz muss gerecht sein, es muss eine ausgewogene Behandlung für alle Klubs garantiert werden", hieß es in einer Pressemitteilung von Juve. Juventus überprüfe mit seinen Rechtsanwälten die Relevanz neuer Beweise, die im Rahmen des in Neapel laufenden Prozesses wegen des Skandals vorlegt wurden.

Bei dem in Neapel laufenden Prozess gegen 37 Manager und Schiedsrichter, denen die Hauptschuld an der Manipulationsaffäre im Sommer 2006 gegeben wird, legten die Rechtsanwälte von Juventus Turins Ex-Sportdirektor Luciano Moggi vergangene Woche angeblich belastende Mitschnitte von Telefongesprächen des heutigen Inter-Präsidenten Massimo Moratti vor.

Bei den Mitschnitten aus dem Jahr 2005 verspricht der frühere Schiedsrichterkoordinator Paolo Bergamo dem Inter-Chef für ein entscheidendes Meisterschaftsspiel den Einsatz eines "guten Schiedsrichters", der sich wohlwollend verhalten werde.

Gegen Inter wurden damals aber keine Sanktionen verhängt. Die alte Dame Juve verlangt jetzt aufgrund des belastenden Materials gegen Inter den Scudetto zurück.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel