Im Prozess gegen Luciano Moggi, den ehemaligen Sportdirektor des italienischen Fußball-Rekordmeisters Juventus Turin, ist der frühere Milan-Trainer Carlo Ancelotti als Zeuge aufgerufen worden.

Laut der Nachrichtenagentur Ansa wurden die Verhandlungen in Neapel aus diesem Grund um eine Woche verschoben.

Moggi wird beschuldigt, mithilfe korrupter Schiedsrichter mehrere Spiele der Saison 2004/05 und 2005/06 zugunsten des Rekordmeisters aus Turin manipuliert zu haben.

Ancelotti war in den betroffenen Spielzeiten Trainer des AC Mailand. Inzwischen trainiert der 51-Jährige den englischen Spitzenklub FC Chelsea, bei dem auch der deutsche Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack unter Vertrag steht.

Moggi war bereits im Januar vergangenen Jahres von einem Gericht in Rom zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Er wurde für schuldig befunden, seine Position als Juve-Manager ausgenutzt

zu haben, um mit illegalen Mitteln der inzwischen aufgelösten Agentur GEA seines Sohnes Mandanten verschafft zu haben.

Zudem war er 2006 wegen seiner Verwicklung in den Manipulationsskandal mit einer fünfjährigen Berufssperre belegt worden.

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