Im Zuge des Gerichtsprozesses gegen den früheren Juventus-Sportdirektor Luciano Moggi könnte jetzt auch der Inter Mailand in den Fokus der Fander rücken. Der nationale Verband (FIGC) leitete am Mittwoch Untersuchungen ein, nachdem Anwälte des ehemaligen Sportdirektors von Juventus Turin, der wegen möglicher Spielmanipulationen in der Saison 2004/05 und 2005/06 in Neapel vor Gericht steht, neue Telefonmitschnitte vorgelegt hatten.

Laut Moggis Anwälten sollen die Bänder beweisen, dass der Champions-League-Halbfinalist und weitere, bisher nicht verdächtigte Klubs, an den Manipulationen beteiligt gewesen sein sollen.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Inter Mailand dementierten die Anschuldigungen der Anwälte umgehend.

Der Verband kündigte wegen der neuen Entwicklungen im Neapel-Prozess dennoch eine Untersuchung an. "Die zuständige Abteilung wird alle Unterlagen aus dem Prozess anfordern", hieß es in einer Mitteilung.

Nach dem Manipulationsskandal war Inter 2006 von einem Sportgericht an Stelle von Rekordmeister Juventus Turin nachträglich zum Titelträger der Serie A ernannt worden. Die "Alte Dame" wurde zudem zu einem Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt.

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