Mario Balotelli ist beim italienischen Meister Inter Mailand auf unbestimmte Zeit beurlaubt worden.

Präsident Massimo Moratti reagierte mit der Maßnahme auf Balotellis wütende Reaktion auf die wiederholten rassistischen Beleidigungen durch die eigenen Fans nach dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Titelverteidiger FC Barcelona (3:1).

Damit ist Balotelli beim Rückspiel am Mittwoch voraussichtlich nicht dabei. Moratti hatte bereits unmittelbar nach dem Vorfall eine Strafe für den italienischen U21-Nationalspieler angekündigt.

"Das, was Mario getan hat, war ein öffentlicher Selbstmord. Mario hat gut begonnen, dann ist die Welt über seinem Kopf zusammengebrochen", sagte Moratti.

Balotelli hatte nach dem Spiel sein Trikot auf den Boden geworfen, sein Verhalten aber später bedauert. "Ich entschuldige mich dafür, dass ich nicht in der Lage war, den Frust, der mich seit Monaten bedrückt, zu kontrollieren. Das ist eben eine der schwierigsten Phasen meines Lebens", sagte der 19-Jährige:

"Als ich über den Platz gegangen bin und die Pfiffe und die Rufe vom Trainer gehört habe, habe ich einfach den Kopf verloren."

Er habe nicht genau verstanden, was gerufen worden sei, "aber am Ende habe ich einfach mein Trikot hingeworfen, um meinem Ärger Luft zu machen."

Die Beziehungen zwischen dem dunkelhäutigen Stürmer und den Inter-Anhängern ist seit geraumer Zeit sehr angespannt.

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