Die Zukunft des hochverschuldeten italienischen Traditionsklub AS Rom ist vorerst gesichert. Die Eigentümerfamilie Sensi mit ihrem Erdölunternehmen Italpetroli und eine Mailänder Bank (UniCredit) gründen eine neue Gesellschaft zur Kontrolle des Vizemeisters.

So wird der Erdölkonzern, der bei dem Kreditunternehmen mit umgerechnet 325 Millionen Euro in der Kreide steht, einen 51-prozentigen Anteil an der neuen Gesellschaft halten.

Rosella Sensi, Präsidentin des Klubs, wird sich weiterhin um den Verein kümmern, hieß es in einer Mitteilung von Italpetrolis. Damit ist eine Trennung der Familie Sensi vom Klub, den der Unternehmer Franco Sensi 1993 gekauft hatte, vom Tisch.

In den vergangenen 17 Jahren wurde Rom einmal italienischer Meister, sechsmal Vizemeister und fünfmal italienischer Cup-Sieger. Außerdem gewann der Verein den italienischen Supercup und schaffte es viermal bis ins Viertelfinale der Champions League. Als im August 2008 der langjährige Präsident Franco Sensi, der immer wieder Geld in den Verein gesteckt hatte, verstarb, hatte seine Tochter Rosella sein Amt übernommen.

Die Klubchefin hatte den Klub trotz der drückenden finanziellen Probleme in der vergangenen Saison hinter Inter Mailand zum Vizemeister-Titel geführt. Auch im Pokalendspiel verloren die Römer gegen Inter.

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