Ein Ausflug in den Fußball ist für den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi fast zu einem Spießrutenlauf geworden. Der Besitzer des einstigen Champions-League-Siegers AC Mailand wurde anlässlich der Präsentation des neuen Trainers Massimiliano Allegri von wütenden Tifosi ausgepfiffen und beschimpft.

Die Fans protestierten wegen der Sparpolitik des Vereins, der bislang noch keine namhafte Verpflichtung vermeldet hat und laut Medienberichten an den Verkauf des Brasilianers Ronaldinho denkt. Die Tifosi drohten, keine Dauerkarten für die Saison zu erwerben, sollte der schwerreiche Unternehmer Berlusconi nicht in die Mannschaft investieren.

Milans Geschäftsführer Adriano Galliani nahm Berlusconi in Schutz. "Der Protest der Fans ist unfair. Berlusconi hat Milan 1985 vor dem Konkurs gerettet, seitdem hat der Verein an acht Champions League-Finalmatches teilgenommen. Im Fußball hat sich Vieles geändert. Mehrere Klubs haben doppelt so hohe Umsätze wie wir. Wir verzichten jedoch nicht auf unsere Ambitionen", sagte Galliani.

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