Der italienische Fußball-Verband FIGC will den Klubs für die Abstellung der Nationalspieler zur Squadra Azzurra künftig eine Prämie bezahlen. Das Geld soll die Prämien ergänzen, die UEFA und FIFA den Klubs für Teilnahme ihrer Spieler an EM- oder WM-Endrunden bezahlen.

Schon ab dem Länderspiel am 10. August zwischen Italien und der Elfenbeinküste im Londoner Upton Park soll die Neuregelung greifen. Damit will der Verband einen Beitrag zur Talentförderung in den Vereinen leisten. 24 Millionen Euro will die FIGC in die Nachwuchsarbeit investieren, berichtete die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

"Wir haben Defizite im Nachwuchs", sagte Verbandspräsident Giancarlo Abete. Statt auf junge italienische Spieler zu setzen, haben die Vereine in der Vergangenheit in Ausländer investiert. In der vergangenen Saison kamen 42,9 Prozent der Fußballer in der Serie A aus dem Ausland, was ein Rekord war.

Inter Mailand gewann die Champions League im Finale gegen Bayern München ohne einen einzigen Italiener in der Startelf.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel