Der ehemalige brasilianische Nationalstürmer Adriano vom AS Rom hatte laut Aussage seiner Mutter Selbstmordgedanken.

"Als er noch bei Inter spielte, rief er mich an und sagte mir, dass er mit dem Fußball aufhören wolle. Er gab zu, dass er an Selbstmord dachte", sagte Adrianos Mutter Rosilda der "Gazzetto dello Sport".

Adriano, viermaliger italienischer Meister, hatte nach dem Selbstmord von Robert Enke im vergangenen November erklärt, nach dem Tod seines Vaters Almir 2006 an Depressionen gelitten zu haben.

"Den Tod seines Vaters hat er nie überwunden. Wegen seines riesigen Erfolges haben ihn viele Leute kritisiert, ohne zu wissen, was mit ihm wirklich los war. Das hat ihn noch mehr niedergeschlagen. Niemand kennt die Natur der Depression besser als jene Menschen, die daran leiden", sagte Adrianos Mutter.

Im vergangenen Jahr hatte Adriano seinen Vertrag beim Champions-League-Sieger Inter Mailand aufgelöst und war in seine Heimat zurückgekehrt. Zuvor hatte er lange Zeit Alkoholprobleme gehabt.

"Adriano ist heute ein neuer Mensch, eine vernünftige Person. Jetzt ist er wieder zufrieden, und man muss dem AS Rom danken, ihm eine Chance gegeben zu haben", sagte Rosilda.

In den vergangenen Tagen hatte Roma-Trainer Claudio Ranieri den Brasilianer häufiger eingesetzt. Bisher hat er jedoch mit seinen Leistungen die Fans enttäuscht. Nach dem 2:1-Sieg des AS Rom am Dienstag in der Champions League übergoss die "Gazzetto dello Sport" Adriano mit Hohn und Spott. Er sei nur noch "die dicke Version aus seiner Zeit bei Inter Mailand".

Wörtlich hieß es: "Er ist peinlich und übergewichtig. In der Champions League kann man einen solchen Spieler nicht zeigen."

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