Im Prozess um den Manipulationsskandal im italienischen Fußball hat am Dienstag Ex-Nationalspieler Alessandro Del Piero von Juventus Turin als Zeuge vor Gericht ausgesagt.

Der Weltmeister von 2006 wurde von den Verteidigern des ehemaligen Schiedsrichters Massimo De Santis vorgeladen. Der Referee ist angeklagt, maßgeblich an den Manipulationen beteiligt gewesen zu sein, die 2006 den italienischen Fußball erschüttert hatten.

Hauptangeklagte im Prozess in Neapel sind neben De Santis auch Luciano Moggi, ehemaliger Manager von Juventus Turin, und mehrere Schiedsrichter und Fußballmanager, denen Sportbetrug und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen wird.

In der vergangenen Woche hatten auch der Abwehrspieler Alessandro Nesta vom AC Mailand sowie Mittelfeldspieler Cristian Ledesma von Lazio Rom als Zeugen vor Gericht ausgesagt.

Moggi bestreitet, Spiele durch seinen Einfluss auf die Referees manipuliert zu haben. 2006 war er vom Sportgericht des italienischen Fußballverbands dennoch zu einem fünfjährigen Berufsverbot verurteilt worden. Juventus wurde zum Zwangsabstieg in die Serie B verdonnert. Dem Rekordmeister wurde der Meistertitel 2006 aberkannt und Inter Mailand zugesprochen.

Juventus hat beim Verband im Mai einen Antrag auf Rückgabe des Titels 2006 eingereicht. Der Verband hat sich dazu bislang noch nicht geäußert.

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