Der italienische Erstligist AC Florenz will Adrian Mutu nach dessen Angriff auf einen Kellner hart bestrafen.

"Der Vorfall ist gravierend und wird vom Klub genau überprüft. Wir werden streng vorgehen", sagte Fiorentinas Präsident Diego Della Valle.

Mutu sagte, er sei wegen rassistischer Beleidigungen des kosovarischen Kellners vor einem Nachtklub in Florenz außer sich geraten. Er entschuldigte sich bei dem Mann, der nach der Attacke mit einer Gehirnerschütterung in einem Krankenhaus in Florenz liegt.

"Ich verzeihe mir nicht, dass ich mich auf dumme Weise in einen Streit verwickeln ließ, den ich besser hätte vermeiden sollen", schrieb Mutu in einem offenen Brief. Vor allem auch deshalb, weil er sich in Begleitung von Freunden aus Rumänien befand, die am nächsten Tag in Florenz ihre Tochter taufen lassen wollten.

Der rumänische Stürmer verließ nach dem Vorfall den Tatort überstürzt und fuhr mit seinem Auto gegen einen Pfahl.

Mutu, der nach dem Vorfall angezeigt wurde, droht nun ein Prozess wegen schwerer Körperverletzung.

Mutu war 2003 vom AC Parma für 23 Millionen Euro zum FC Chelsea gewechselt. 2004 wurde er des Kokainmissbrauchs überführt und für sieben Monate gesperrt. Chelsea kündigte ihm daraufhin wegen "groben Fehlverhaltens" und verlangte anschließend eine finanzielle Entschädigung in Höhe von 17,17 Millionen Euro.

Der Stürmer war am 19. April dieses Jahres in Italien wegen Dopings mit der in einem Appetitzügler enthaltenen Substanz Sibutramin zu einer Sperre von neun Monaten verurteilt worden.

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