Der italienische Traditionsverein AC Florenz trennt sich aus disziplinarischen Gründen von dem rumänischen Skandal-Stürmer Adrian Mutu. Der 31-Jährige wurde suspendiert, weil er das Training unerlaubt verlassen hat, berichtet die "Gazzetta dello Sport" am Donnerstag.

Der toskanische Verein will das Schiedsgericht der Liga anrufen, um zunächst Mutus Gehalt kürzen und sich dann von ihm trennen zu können. "Eine ganze Reihe von Vorfällen zwingt uns, Maßnahmen zu ergreifen", sagte Klubpräsident Andrea Della Valle.

Mutu hat bereits mehrfach für Eklats gesorgt. Im vergangenen Oktober hatte er einen kosovarischen Kellner vor einem Nachtklub in Florenz bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt.

Der rumänische Stürmer verließ nach dem Vorfall den Tatort überstürzt und fuhr mit seinem Auto gegen einen Pfahl. Mutu, der nach dem Vorfall angezeigt wurde, droht ein Prozess wegen schwerer Körperverletzung.

Der Rumäne war 2003 vom AC Parma für 23 Millionen Euro zum FC Chelsea gewechselt. 2004 wurde er des Kokainmissbrauchs überführt und für sieben Monate gesperrt. Chelsea kündigte ihm daraufhin wegen "groben Fehlverhaltens" und verlangte anschließend eine finanzielle Entschädigung in Höhe von 17,17 Millionen Euro.

Der Stürmer war am 19. April 2010 in Italien wegen Dopings mit der in einem Appetitzügler enthaltenen Substanz Sibutramin zu einer Sperre von neun Monaten verurteilt worden.

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