Der italienische Traditionsverein AC Florenz verlangt vom rumänischen Stürmerstar Adrian Mutu eine Entschädigung. Der 31-Jährige, dessen Karriere von zahlreichen Skandalen begleitet war, habe seine vertraglichen Pflichten nicht erfüllt und dem Verein schwere Imageschäden zugefügt, teilte der Klub mit.

Mutu war vom Klub aus der Toskana suspendiert worden, weil er das Training unerlaubt verlassen hatte, berichteten italienische Medien. Der Manager des Rumänen erklärte, dass Mutu verärgert war, weil Florenz ihn nicht an den Erstligisten Cesena verkaufen wolle.

Die Fiorentina habe dem Spieler erklärt, dass Cesena ein direkter Konkurrent im Kampf um den Serie A-Verbleib sei, der Spieler könne deshalb lediglich an ausländische Vereine verkauft werden. Daraufhin habe Mutu unerlaubt das Training verlassen. Der Manager bemängelte, Mutu werde ungerecht behandelt.

Der Stürmer sorgte immer wieder für Aufsehen. Im vergangenen Oktober hatte er einen kosovarischen Kellner vor einem Nachtklub in Florenz bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt. Mutu verließ nach dem Vorfall den Tatort überstürzt und fuhr mit seinem Auto gegen einen Pfahl. Mutu droht ein Prozess wegen schwerer Körperverletzung.

Der Stürmer war 2003 vom AC Parma für 23 Millionen Euro zum FC Chelsea gewechselt. 2004 wurde er des Kokainmissbrauchs überführt und für sieben Monate gesperrt. Chelsea kündigte ihm daraufhin wegen "groben Fehlverhaltens" und verlangte anschließend eine finanzielle Entschädigung in Höhe von rund 17 Millionen Euro.

Mutu war am 19. April 2010 in Italien wegen Dopings mit der in einem Appetitzügler enthaltenen Substanz Sibutramin zu einer Sperre von neun Monaten verurteilt worden.

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