Dem italienischen Erstligisten FC Bologna droht das Chaos. Der neue Präsident des renommierten Vereins, Massimo Zanetti, und Geschäftsführer Luca Baraldi sind am Freitag zurückgetreten.

Zum neuen Vereinschef, der von den Minderheitsaktionären des Klubs gewählt wurde, ist der Unternehmer Marco Pavignani ernannt worden. Das berichten italienische Medien.

Zanetti und Baraldi, die erst vor einem Monat an die Spitze des Klubs gehievt worden waren, traten nach einem Streit mit dem Aufsichtsrat über die finanzielle Zukunft des Vereins zurück.

Wegen nicht erfolgter Gehaltszahlungen hatte der italienische Fußballverband dem FC Bologna vergangene Woche zwei Punkte abgezogen. Bereits Anfang Dezember war der Klub aufgrund finanzieller Unregelmäßigkeiten mit dem Abzug eines Zählers bestraft worden.

Damit muss der angeschlagene Verein, der erst vor fünf Wochen an den Unternehmer Zanetti - Besitzer des international bekannten Kaffeerösters Segafredo - verkauft worden war, einen neuen Rückschlag verkraften.

In der Tabelle liegt Bologna, das zwischen Juli und September den Spielern und dem Trainer die Gehälter schuldig geblieben war, mit 22 Zählern auf Platz 16 der Tabelle.

Im Dezember war Bologna bestraft worden, weil der Klub von Mai bis Juni die Steuern nicht korrekt bezahlt hatte. Das kostete den Klub einen Punkt, zudem wurden Vereinschef Sergio Porcedda und Geschäftsführer Silvino Marras mit einer Sperre von jeweils sechs Monaten belegt.

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