Mark van Bommel hat sich deutlich zum FC Bayern und zur Führungsspielerdebatte geäußert. Der Niederländer wechselte im Winter von München zum AC Milan und errang mit dem neuen Team am Wochenende den Meistertitel in Italien.

Van Bommel kritisierte, dass manche Bayern-Spieler erst nach dem Aus für Trainer Louis van Gaal ihre Meinung gesagt hätten.

"Die Spieler, die jetzt van Gaal kritisieren, hätten vorher den Mut haben sollen. Es wäre wichtiger gewesen, die Diskussion zu suchen, als er noch da war", sagte van Bommel der "Bild". Und er fügte an: "Sich hinterher zu trauen, ist kein guter Stil."

Zudem mäkelte er indirekt an der Berufung von Philipp Lahm zum Kapitän. Als er an seine frühere Aussage erinnert wird, Schweinsteiger wäre der richtige Kapitän, antwortete der Niederländer: "Der Meinung bin ich immer noch".

Und in der Führungsspielerdebatte stützte van Bommel seinen früheren Kollegen Arjen Robben.

"Er ist ein Ausnahmespieler, weiß, wie es funktioniert", betonte van Bommel. "Nicht umsonst habe ich alles getan, damit Bayern ihn verpflichtet. Er hat gesehen, was fehlt und seine Meinung geäußert. Ich verstehe, dass das einigen nicht gefällt."

Aus van Bommels Sicht hat der FC Bayern unnötigerweise die Meisterschaft verspielt. "Man sieht, dass die Qualität da ist. Mit dieser Mannschaft hätte Bayern Meister werden müssen."

Zu seinem eigenen Wechsel nach Mailand sagte van Bommel: "Die Leute, die über mich gesprochen haben, haben genug gesagt. Der Tenor war: Es war unglaublich, dass Bayern mich hat gehen lassen. Eine Spitzenmannschaft lässt ihren Kapitän im Winter nicht ziehen."

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