Im italienischen Fußball eskaliert der Streit zwischen der Serie A und einigen Topvereinen um die Verteilung der TV-Gelder. Rekordmeister Juventus Turin droht jetzt sogar mit dem Ausstieg aus der Liga, sollte es zu keiner Einigung kommen.

"Unser Ausstieg aus der Liga ist nicht auszuschließen. Die fünf größten italienischen Klubs repräsentieren 75 Prozent der Fans und investieren am meisten. Die Vereine, die investieren, entscheiden über die Zukunft des Fußballs und müssen respektiert werden", wird Juve-Präsident Andrea Agnelli von italienischen Medien zitiert.

Die Liga hatte beschlossen, die TV-Gelder anhand der Fan-Anzahl pro Klub zu verteilen. Zur Feststellung der Zahlen wurden einige Meinungsforschungsinstitute beauftragt. Gegen dieses Vorgehen hatten fünf Vereine (AC Mailand, Inter Mailand, Juventus Turin, AS Rom und SSC Neapel) Einspruch beim Nationalen Olympischen Komitee CONI eingelegt. Die Rechtsinstanz bezeichnete den Widerspruch als rechtskonform, der Liga-Beschluss wird daher außer Kraft gesetzt.

Die Serie A beharrt jedoch auf ihrer Position und sorgte damit für den heftigen Protest aus Turin.

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