Die Spielergehälter in der italienischen Liga haben einen Rekordstand erreicht.

Nach einem Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers zahlten die 20 Klubs der Serie A in der vergangenen Saison insgesamt 1,4 Milliarden Euro an ihre Spieler.

Der Nettoverlust der Vereine sei auf 346 Millionen Euro angewachsen und liege damit 15 Prozent höher als vor drei Jahren.

Die Gesamtverschuldung der Klubs hat laut dem Bericht sogar auf ein Rekordhoch von 2,3 Milliarden Euro angestiegen. Insgesamt haben nur 15 der 132 Profiklubs in der vergangenen Saison einen Gewinn erzielt.

Haupteinnahmequelle der italienischen Vereine bleiben die Erlöse aus den TV-Einnahmen. In der letzten Saison spülte die Vermarktung 999 Millionen Euro in die Kassen der Serie-A-Klubs.

Das entspricht 65 Prozent der gesamten Klubeinnahmen. Darüberhinaus müssen immer wieder externe Geldgeber wie Ministerpräsident und AC-Mailand-Boss Silvio Berlusconi oder Inter Mailands Präsident Massimo Moratti mit kräftigen Zuschüssen nachhelfen, um die Vereine finanziell über Wasser zu halten.

Ein Grund für die finanziellen Engpässe seien auch die kaum steigenden Erlöse aus dem Ticketverkauf. Im Zeitraum zwischen 1997 und 2010 verzeichneten die Klubs beim Kartenverkauf lediglich ein Plus von 0,3 Prozent.

Besorgniserregend sind laut dem Präsidenten des italienischen Verbands FIGC, Giancarlo Abete, zudem die niedrigen Investitionen im Nachwuchsbereich. Lediglich 5,6 Prozent der Klubumsätze werden in die Förderung von Nachwuchsspieler investiert.

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