Die Staatsanwälte in Neapel haben fünf Jahre Haft für Luciano Moggi, den ehemaligen Sportdirektor von Juventus Turin, im Prozess um Manipulationen in der italienischen Liga gefordert.

Laut den Staatsanwälten sei Moggi der Drahtzieher einer kriminellen Vereinigung gewesen, die das italienische Fußballsystem manipuliert habe.

Die Staatsanwälte verlangen die Verurteilung von 21 Personen. Sie beantragten eine Haftstrafe von fünf und vier Jahren für die Ex-Schiedsrichterkoordinatoren Paolo Bergamo und Pierluigi Pairetto. Der ehemalige Vizepräsident des italienischen Fußballverbands, Innocenzo Mazzini, soll vier Jahre absitzen.

Für den amtierenden Präsidenten des italienischen Erstligisten Lazio Rom, Claudio Lotito, beantragten die Ermittler ein Jahr und zehn Monate Haft. Für die AC-Florenz-Besitzer Andrea und Diego Della Valle forderten sie ein Jahr bzw. 14 Monate Haft. Der Prozess wird am 7. Juni fortgesetzt, mit einem Urteil ist in den nächsten Wochen zu rechnen.

Moggi bestreitet, die Liga durch seinen Einfluss auf die Referees manipuliert zu haben. 2006 war er vom Sportgericht des italienischen Fußballverbands dennoch zu einem fünfjährigen Berufsverbot und Juve zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt worden. Den Turinern war der Meistertitel 2006 aberkannt und Inter zugesprochen worden.

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