Auch der Serie-A-Aufsteiger AC Siena gerät in den Sog des Wettskandals, der Italiens Fußball zutiefst erschüttert.

Aus Ermittlerangaben vom Sonntag geht hervor, dass der toskanische Verein in dieser Saison Spieler des Zweitligisten Sassuolo Calcio bezahlt haben soll, um das am 27. März ausgetragene Match zu gewinnen. Das Spiel hatte AC Siena mit 4:0 für sich entschieden.

Sollte der Verdacht bestätigt werden, könnten die Folgen für die Serie A gravierend sein, da Siena mit Atalanta Bergamo in der nächsten Saison in der Topliga spielen sollte.

Auch Bergamos Aufstieg ist wegen der Verwicklung seines Kapitäns Cristiano Doni in die Affäre stark gefährdet.

AC Siena dementierte in einer am Sonntagabend veröffentlichten Mitteilung jegliche Verantwortung. Der Verein habe niemanden bestochen.

Der Klub vertraue der Arbeit der Ermittler, die bald die Unschuld des Vereins feststellen werden, hieß es.

Inzwischen verspricht Italiens Fußballverband FIGC scharfe Maßnahmen gegen illegale Wetten und Sportbetrug. Auch Sportler, die Manipulationsversuche nicht melden, sollen streng bestraft werden.

Die neuen Maßnahmen will der Verband am Montag dem Nationalen Olympischen Komitee CONI vorlegen.

Die FIGC will eng mit den im Skandal ermittelnden Staatsanwälten zur Klärung der gravierenden Vorwürfe gegen die Fußballer zusammenarbeiten.

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