Die Regierung Berlusconi will mit strengen Maßnahmen gegen illegale Wetten im italienischen Fußball vorgehen.

Außerdem soll die Möglichkeit bestehen, Begegnungen kurzfristig vom Spielplan abzusetzen, sollte aufgrund der Wetteinsätze ein Manipulationsverdacht bestehen.

In einem Gesetzentwurf, der dem Parlament in den nächsten Tagen vorgelegt wird, sollen zudem künftig Wetten nur bis zu einer bestimmten Geldsumme erlaubt werden.

Inzwischen weiten sich die Ermittlungen über angeblich manipulierte Spiele des Topligisten SSC Neapel weiter aus. Die Staatsanwaltschaft der Vesuvstadt überprüft drei Spiele, darunter das am 8. Mai 2011 ausgetragene Meisterschaftsduell Lecce-Neapel, das 2:1 ausgegangen war. Der Verdacht lautet auf Sportbetrug.

Inzwischen beteuert der inhaftierte Ex-Nationalspieler Giuseppe Signori seine Unschuld. Bei einem Verhör versicherte der 43 Jahre alte ehemalige Lazio-Star, dass er maximal bis zu 400 Euro auf Spiele gewettet habe.

Er bestritt jedoch entschieden, Drahtzieher eines kriminellen Rings zu sein, der bis zu fünf Millionen Euro auf einzelne Spiele setzen konnte. Angeblichen Kontakten zu Wettanbietern in Singapur widersprach Signori entschieden.

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