Die Staatsanwaltschaft in Cremona hat auch am Pfingstwochenende ihre Ermittlungen im italienischen Fußball-Wettskandal fortgesetzt.

Untersuchungsrichter Guido Salvini und Staatsanwalt Roberto Di Martino prüften Abhörprotokolle von Verdächtigen.

Für Pfingstmontag ist ein Treffen mit dem Chefermittler des italienischen Fußballverbands (FIGC), Stefano Palazzi, angesetzt.

Der österreichische Wettanbieter "Skysport 365" will den Ermittlern eine Liste mit 50 weiteren Erst-, Zweit- und Drittligaspielen vorlegen.

Aufgrund außergewöhnlicher Wetteinsätze hält das Unternehmen Manipulationen in diesen Spielen für möglich.

Der Pay-TV-Sender Sky Italia warf dem Fußballverband und den Ligen Passivität im Umgang mit dem Skandal vor.

Sie täten zu wenig, um den Fans das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit des Fußballs zurückzugeben.

Der Sky Italia-Geschäftsführer Tom Mockridge drohte in einem Gespräch mit dem "Corriere della Sera" indirekt mit einer Kürzung der TV-Gelder. Derzeit erhalten die Ligen 570 Millionen Euro jährlich von Sky.

Die Gesamteinnahmen aus den Fernsehrechten belaufen sich pro Jahr auf 940 Millionen Euro.

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