Der italienische Fußballverband strebt bei der Aufarbeitung des neuen Wett- und Manipulationsskandals nach einer engen Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft.

Der Verband FIGC will eng mit den ermittelnden Behörden kooperieren, um die Vorwürfe gegen die verdächtigen Spieler und Klubs so rasch wie möglich zu klären und einen planmäßigen Beginn der kommenden Meisterschaftssaison zu ermöglichen.

Mittlerweile stehen 60 Spiele der ersten, zweiten und dritten Liga unter Manipulationsverdacht. Die Staatsanwaltschaft Cremona ermittelt gegen 30 Personen, 16 davon hatte sie bei einer landesweiten Razzia festgenommen.

Der Staatsanwalt von Cremona, Roberto Di Martino, will dem Chefankläger des Fußballverbands, Stefano Palazzi, die Dokumente über die laufenden Ermittlungen vorlegen.

"Verband und Staatsanwaltschaft schließen einen eisernen Pakt gegen Wettbetrug", schrieb die italienische Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport.

Der Präsident der Serie A, Maurizio Beretta, warnte vor pauschalen Verurteilungen einzelner Fußballer und Klubs.

"Wir sind die Ersten, die tiefgründige Ermittlungen verlangen. Sollte illegales Handeln auftauchen, müssen Strafen verhängt werden. Wir können jedoch nicht erlauben, dass die Serie A verleumdet und ihr Ruf beschmutzt wird", sagte Beretta.

Inzwischen hat das Innenminister eine Task Force eingerichtet, die gegen illegale Wetten im Fußball vorgehen soll.

In dem Gremium sitzen unter anderem der Generaldirektor des Fußballverbandes, Antonello Valentini, und der vom Nationalen Olympischen Komitee beauftragte Ex-Präsident des Leichtathletik-Verbands, Gianni Gola.

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