Der Skandal um mögliche Verbindungen zwischen italienischen Fußballern und Mitgliedern der Camorra, dem neapolitanischen Arm der Mafia, zieht weitere Kreise.

Die Staatsanwaltschaft von Neapel durchsuchte mehrere Wohnungen von ehemaligen Serie-A-Spielern und beschlagnahmte dabei einige Computer.

Das berichtet die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Samstag. Die Namen der Fußballer wurden nicht genannt.

Nach Angaben der Ermittler soll die Mafia große Summen auf das Serie-A-Match zwischen Neapel und Parma (2:3) vom 10. April 2010 gesetzt haben.

Die Mafiosi sollen auf eine Niederlage von Napoli gewettet haben. Unweit des Spielfelds war damals der international gesuchte Camorra-Boss Antonio Lo Russo fotografiert worden.

Inzwischen setzt Italiens Fußballverband FIGC die Ermittlungen um den Manipulationsskandal fort, der vor drei Wochen zur Festnahme von 16 Personen, darunter Ex-Nationalspieler Giuseppe Signori, geführt hatte.

Am 4. Juli beginnt der Verband mit der Vernehmung der in den Skandal verwickelten Spieler. Sie sollen von Chefankläger Stefano Palazzi befragt werden.

Bisher hatten die Staatsanwaltschaften von Cremona und Neapel in dem Skandal ermittelt.

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