Dem italienischen Erstligisten Atalanta Bergamo werden wegen der Verwicklung in den Wett- und Manipulationsskandal sechs Punkte abgezogen.

Das hat am Dienstag die Disziplinarkommission des italienischen Fußballverbands FIGC beschlossen.

Atalanta startet durch die Entscheidung mit einen Handicap in die neue Serie-A-Saison. Ebenfalls sechs Punkte sollen vor dem Meisterschaftsbeginn dem Zweitligisten Ascoli Calcio abgezogen werden.

Bergamo will gegen die Entscheidung Einspruch einlegen. "Wir hoffen, die Punkte zu reduzieren, die uns zu Saisonbeginn abgezogen werden", sagte Atalantas Rechtsanwalt Luigi Chiappero.

Atalanta-Kapitän Cristiano Doni wurde wegen Absprachen zu einer dreieinhalbjährigen Berufssperre verurteilt, sein Teamkollege Thomas Manfredini darf drei Jahre lang nicht spielen. Manfredini und Doni werden beschuldigt, hohe Geldsummen kassiert zu haben, um Spiele zu manipulieren.

Der ehemalige italienische Nationalspieler Giuseppe Signori, der wegen seiner Verwicklung in einen Wettring zwei Wochen lang in Untersuchungshaft verbracht hatte, wurde zu einer fünfjährigen Berufssperre verurteilt.

Die Polizei hatte bei Signori eine Anleitung für die Abwicklung von Wetten gefunden. Der Ex-Kapitän von Lazio Rom und Vizeweltmeister von 1994 war Anfang Juni festgenommen worden.

"Mein Verteidigungsdossier ist keineswegs berücksichtigt worden", klagte Signori. Er will wie auch Doni ebenfalls Einspruch einlegen.

In Rom hatte vergangene Woche die Verhandlung vor der Disziplinarkommission des italienischen Fußballverbandes gegen 18 Klubs sowie 26 Spieler und Manager begonnen, die in den Wett- und Manipulationsskandal verwickelt sein sollen.

Die Kommission hatte zuvor mehrwöchige Untersuchungen durchgeführt.

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