Juventus Turin kämpft weiter gegen die Aberkennung des Meistertitels von 2006, den Inter Mailand zugesprochen bekommen hat.

Der Rekordmeister reichte bei dem für den Sport zuständigen Schiedsgericht (TNAS) Einspruch gegen den Beschluss des Fußballverbands FIGC ein. Das kündigte Juves Präsident Andrea Agnelli auf einer Pressekonferenz am Mittwoch an.

"Wir werden weiterhin für den Rückerhalt unseres Titels kämpfen. Wenn notwendig, werden wir uns auch an die Ziviljustiz wenden", meinte Agnelli.

Den Turiner war der Titel 2006 wegen der Verwicklungen seines damaligen Managers Luciano Moggi in den Manipulationsskandal aberkannt worden.

Moggi hatte mit Hilfe enger Kontakte zu den Schiedsrichter-Koordinatoren und zu Referees Punktspiele zugunsten von Juve manipuliert. Dafür wurde er vom Verband lebenslang gesperrt. Juve musste in die Serie B absteigen.

Beim Zivilprozess gegen Moggi und seine Komplizen in Neapel wurde jedoch festgestellt, dass auch Inter einige Schiedsrichter manipuliert haben könnte. Der Fall wurde jedoch vom Fußballverband als verjährt bezeichnet.

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