In Rom hat am Donnerstag der Berufungsprozess im Wett- und Manipulationsskandal begonnen, der in den vergangenen Monaten den italienischen Fußball erschüttert hat.

Das Gericht des italienischen Fußballverbands FIGC muss 28 Einsprüche von Spielern, Klubs und Fußballmanagern gegen die am 9. August gefällten erstinstanzlichen Urteile überprüfen.

Das Gericht in Rom muss unter anderem den Einspruch des ehemaligen italienischen Nationalspielers Giuseppe Signori überprüfen, der wegen seiner angeblichen Kontakte zu einem Wettring zwei Wochen lang in Untersuchungshaft verbracht hatte. Er wurde zu einer fünfjährigen Berufssperre verurteilt.

Die Polizei hatte bei Signori eine Anleitung für die Abwicklung von Wetten gefunden. Der Ex-Kapitän von Lazio Rom und Vizeweltmeister von 1994 war Anfang Juni festgenommen worden. "Mein Verteidigungsdossier ist keineswegs berücksichtigt worden", sagte Signori.

Der italienische Erstligist Atalanta Bergamo, dem wegen seiner Verwicklung in die Affäre zu Meisterschaftsbeginn sechs Punkte abgezogen werden sollen, hofft auf eine Reduzierung der Strafe. Ebenfalls sechs Punkte sollen vor dem Meisterschaftsbeginn dem Zweitligisten Ascoli Calcio abgezogen werden.

Auf eine mildere Strafe hofft auch Atalanta-Kapitän Cristiano Doni, der erstinstanzlich wegen Absprachen zu einer dreieinhalbjährigen Berufssperre verurteilt wurde.

Einspruch reichte auch sein Teamkollege Thomas Manfredini ein, der laut des erstinstanzlichen Urteils drei Jahre lang nicht mehr spielen darf. Manfredini und Doni werden beschuldigt, hohe Geldsummen kassiert zu haben, um Spiele zu manipulieren.

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