Um einen Streik der italienischen Profis zu Beginn der Meisterschaft am kommenden Wochenende zu verhindern, wird sich der Präsident des italienischen Fußballverbandes FIGC, Giancarlo Abete, persönlich als Vermittler zwischen den Spielern und der Serie A einbringen.

Abete will sowohl den Präsidenten der Spielergewerkschaft AIC, Damiano Tommasi, als auch den Präsidenten der Liga, Maurizio Beretta, treffen, um eine Einigung zu finden. Dies berichtete die italienische Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

Die Spielergewerkschaft hat den neuen Vertrag bereits unterzeichnet, die Liga-Vertreter noch nicht. "Ohne den Rahmenvertrag spielen wir nicht. Der Vertrag, der schon seit einem Jahr abgelaufen ist, muss unterzeichnet werden. Damit signalisieren die Serie-A-Klubs ihren Willen, für die Entwicklung des italienischen Fußballs zu arbeiten", sagte Tommasi.

Für Unmut unter den Spielern sorgt auch die sogenannten "Solidaritätssteuer" für Besserverdiener, die die Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi im Zuge des milliardenschweren Sparpakets zur Eindämmung der nationalen Verschuldung eingeführt hat. Die Abgabe wird Italiens Spitzenfußballer stark belasten.

Die Steuer liegt für Italiener mit einem Jahreseinkommen über 90.000 Euro bei fünf Prozent. Bei einem Einkommen über 150.000 Euro werden zehn Prozent verlangt. AC Mailands Geschäftsführer Adriano Galliani betonte, dass die Klubs die "Solidaritätssteuer" nicht für ihre Spieler zahlen werden.

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