Die italienische Regierung um Ministerpräsident Silvio Berlusconi will sich dafür stark machen, den Spielerstreik am ersten Spieltag der Serie A noch abzuwenden.

"Ich denke, dass die Klubpräsidenten die Forderungen der Spieler annehmen sollten, damit die Meisterschaft beginnen kann. Wenn das Problem die Solidaritätssteuer ist, findet man im Gesetz eine Lösung für den Streit", meinte der Minister für bürokratische Vereinfachung, Roberto Calderoli.

Aus dem Sparprogramm der Regierung, das demnächst vom Parlament verabschiedet werden soll, gehe klar hervor, dass die Spieler und nicht die Klubs für die Steuer aufkommen müssen, so der Minister.

Die sogenannte Solidaritätssteuer für Besserverdiener, die die Regierung zur Reduzierung der Staatsschulden eingeführt hat, soll laut der Spielergewerkschaft AIC von den Vereinen gezahlt werden, was die Liga strikt ablehnt.

Die Steuer liegt für Italiener mit einem Jahreseinkommen über 90..000 Euro bei fünf Prozent. Bei einem Einkommen über 150.000 Euro werden zehn Prozent fällig.

Sollten die Klubs die Steuer übernehmen, würde das für sie zusätzliche Ausgaben in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro in einer ohnehin schon schwierigen finanziellen Situation bedeuten.

Schon in der vergangenen Saison hatten die Profis wegen des Streits um den 2010 ausgelaufenen Spielervertrag bereits zweimal Streiks ausgerufen, die jedoch nach Verhandlungen rechtzeitig beendet wurden.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel